
„Hondius“ auf Teneriffa: Landung mit maximalem Sicherheitsabstand
„Hondius“ auf Teneriffa : Landung mit maximalem Sicherheitsabstand Von Hans-Christian Rößler, Madrid 10.05.2026, 07:19Lesezeit: 5 Min. Die „Hondius“ ankert nun im Hafen von Granadilla auf Teneriffa./Hannah McKayDie vom...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. „Hondius“ auf Teneriffa : Landung mit maximalem Sicherheitsabstand Von Hans-Christian Rößler, Madrid 10. 2026, 07:19Lesezeit: 5 Min. Die „Hondius“ ankert nun im Hafen von Granadilla auf Teneriffa.
/Hannah McKayDie vom Hantavirus geplagte „Hondius“ erreicht Teneriffa. Nun sollen Passagiere und Besatzung so schnell wie möglich nach Hause zurückkehren – ohne jeglichen Kontakt zur lokalen Bevölkerung. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das kleine Kreuzfahrtschiff, auf das seit Tagen die Welt blickt, kam in der Dunkelheit.
Die Einzelheiten
An diesem Sonntagmorgen warf die „Hondius“ im Hafenbecken von Granadilla ihren Anker. Festland sollte das Schiff, auf dem das Hantavirus ausgebrochen ist, auf Teneriffa nicht einmal berühren, sondern so schnell wie möglich wieder verschwinden. Zunächst werden die 117 Menschen an Bord, die bislang keine Symptome zeigen, von spanischen Gesundheitsbehörden getestet.
Dann erwartet eine kleine Armada aus Schlauchbooten das „Seuchenschiff“, wie die Boulevardpresse es schon nannte: Sie bringen Passagiere und Besatzungsmitglieder an die Mole. Von dort aus geht es per Bus über eine abgesperrte Strecke direkt auf die Piste des Urlauberflughafens Teneriffa-Süd. Startbereit wartet eine Flotte von Flugzeugen auf sie.
Am Hafen von Granadilla heißt sie aus sicherer Entfernung ein ranghohes Empfangskomitee willkommen. In den Zelten einer improvisierten Kommandozentrale beaufsichtigen der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), drei spanische Minister und der kanarische Regierungschef die komplexe Aktion, an der nicht weniger als 23 Staaten beteiligt sind; aus so vielen Ländern kommen Passagiere und Besatzungsmitglieder. Die WHO beruhigt: Das ist kein zweites CovidDass sie am Sonntagmorgen alle in den Industriehafen gekommen sind, soll die Menschen beruhigen, denn besonders auf den Kanaren hat sich die Angst vor einer neuen Pandemie ausgebreitet.
Was Experten sagen
Das macht auch die Präsenz des WHO-Generaldirektors Tedros Adhanom Ghebreyesus deutlich, der sich am Wochenende zu einem ungewöhnlichen Schritt entschied. „An die Bevölkerung von Teneriffa: Mein Name ist Tedros, und ich bin Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation“, begann sein Brief. Diese Form der Kommunikation sei nicht üblich, aber er wolle „von Mensch zu Mensch“ mit den Kanaren über ihre Sorgen sprechen: „Das ist kein zweites Covid.
Das Risiko für Sie im Alltag auf Teneriffa ist gering. Das ist die Einschätzung der WHO, und wir haben sie uns nicht leicht gemacht“, betonte er und dankte den Menschen auf den Kanaren. Die spanische Gesundheitsministerin Mónica García, die nicht nur von der Opposition wegen ihrer zögerlichen Informationspolitik kritisiert worden war, sprach von einem der „komplexesten“ internationalen Einsätze dieser Art.
Sie sei stolz darauf, dass die WHO Spanien das Vertrauen geschenkt habe, um das möglich zu machen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





