
Hunde: Als die Tiere zu den Menschen zogen, schrumpfte ihr Gehirn
Schädelvergleich Als die Hunde zu den Menschen zogen, schrumpfte ihr Gehirn Hunde veränderten vor Tausenden Jahren offenbar ihr Temperament. Das hatte einer Studie zufolge Auswirkungen auf ihr Gehirn. Welchen Einfluss...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schädelvergleich Als die Hunde zu den Menschen zogen, schrumpfte ihr Gehirn Hunde veränderten vor Tausenden Jahren offenbar ihr Temperament. Das hatte einer Studie zufolge Auswirkungen auf ihr Gehirn. Welchen Einfluss hatte der Mensch?
41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Ein Beagle liegt auf einer Decke Foto: Przemyslaw Iciak / imageBROKER / dpa / picture alliance aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Inwiefern hat der Mensch das Gehirn von Hunden verändert? Eine neue Studie gibt nun Aufschluss darüber, dass das Gehirn von Hunden im Zuge ihrer Domestikation zeitweise um etwa die Hälfte geschrumpft ist. Frühe Urhunde hätten noch ein ähnlich großes Gehirn gehabt wie ihre Wolfsverwandten, berichten Wissenschaftler im Fachjournal »Royal Society Open Science« .
Bis vor 5000 Jahren sei das Gehirn dann aber dramatisch um fast die Hälfte (46 Prozent) geschrumpft. Die Größe habe nur noch der heutiger kleiner Terrier- und Zwerghundrassen entsprochen. Folge könnte ein verändertes Temperament von Hunden gewesen sein, mutmaßt das Team um Thomas Cucchi vom Muséum national d’Histoire naturelle (MNHN) in Paris .
Was Experten sagen
Die Hirnverkleinerung könne die Tiere aufmerksamer und vorsichtiger gemacht haben. Diese Eigenschaften könnten in alten menschlichen Gesellschaften wertvoll gewesen sein. Bild vergrößern Zwei Hunde kuscheln Foto: Przemyslaw Iciak / imageBROKER / dpa / picture alliance 207 Schädel untersucht Die Forschenden hatten 207 Schädel einbezogen, 185 von modernen Hunden, Dingos und Wölfen sowie 22 prähistorische.
Die ältesten Exemplare waren 35. Mithilfe von CT-Scans wurden virtuelle Abdrücke der Schädelinnenräume erstellt. Deren Volumen gilt bei fossilen Schädeln als zuverlässiger Hinweis auf die Größe des Gehirns.
Vorläufer moderner Hunde aus der Eiszeit zeigen demnach keine Anzeichen einer verkleinerten Gehirngröße im Vergleich zu Wölfen jener Zeit. Bei einem Fund in Belgien sei das Schädelinnenvolumen sogar etwas größer. Das Leben in menschlicher Nähe habe möglicherweise neue kognitive Herausforderungen wie komplexere soziale Interaktionen und die Nutzung neuer Nahrungsquellen geschaffen, vermuten die Wissenschaftler als Grund.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





