
In 25 Jahren: Deutschland ist ein anderes Land geworden
In 25 Jahren : Deutschland ist ein anderes Land geworden Von Nicole Gomes Rodrigues , Alexander Wulfers 09.05.2026, 20:02Lesezeit: 4 Min. In deutschen Städten, wie hier an der Frankfurter Hauptwache, sieht es heute sehr...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. In 25 Jahren : Deutschland ist ein anderes Land geworden Von Nicole Gomes Rodrigues , Alexander Wulfers 09. 2026, 20:02Lesezeit: 4 Min. In deutschen Städten, wie hier an der Frankfurter Hauptwache, sieht es heute sehr anders aus als vor 25 Jahren.
Emil EichingerMehr Vielfalt, höhere Temperaturen, eine ältere Gesellschaft und höhere Löhne. Deutschland hat sich im vergangenen Vierteljahrhundert fundamental verändert. Ein Rückblick in Zahlen und Grafiken.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Manche großen Veränderungen passieren ganz plötzlich: Eine politische Entscheidung stellt alles vom Kopf auf die Füße, eine Energiekrise lässt den Einkauf und das Tanken schlagartig teurer werden. Eine Pandemie lässt Straßen und Plätze verweisen, ein Krieg bringt auf einmal Millionen Flüchtlinge ins Land. Dabei gerät bisweilen in Vergessenheit, dass auch viele große Veränderungen schleichend geschehen.
Man merkt davon gar nichts von Tag zu Tag, vom einen gibt es ein bisschen mehr, vom anderen ein bisschen weniger. Und blickt man dann 25 Jahre später zurück, wundert man sich, was eigentlich aus dem Land von damals geworden ist. Nicht jede Veränderung ist eindeutig gut oder schlecht.
Aber in Summe bedeuten all diese graduellen Verschiebungen: Deutschland ist auf vielerlei Weise im ersten Viertel dieses Jahrhunderts ein anderes Land geworden. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Da ist zum einen: Deutschland ist ein vielfältigeres, multikulturelles Land geworden.
Was Experten sagen
Menschen ausländischer Abstammung gab es auch schon in den Neunzigerjahren in Deutschland, aber sie prägten viel weniger das Bild seiner Bevölkerung. Es ist bezeichnend dafür, wie wenig sich die Bundesrepublik als Einwanderungsland begriff, dass überhaupt erst im Jahr 2005 erstmals die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund erfasst wurde. Das war damals eine neue Kategorie, und sie stand sinnbildlich für die Debatten um Integration und Multikulti, um die Frage, wer eigentlich dazugehört.
Inzwischen haben mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland im weiteren Sinne einen Migrationshintergrund, fast jeder Dritte. Auch die Zahl der Menschen ohne deutschen Pass ist in den 25 Jahren stark gestiegen. Gut vier Millionen Ausländer lebten zu Beginn des Jahrtausends in Deutschland, heute sind es 7,4 Millionen, also fast doppelt so viele.
Viele von ihnen kommen inzwischen nicht mehr aus den Ländern der Europäischen Union, sondern von weiter weg, etwa aus Indien. Man sieht ihnen öfter an, dass sie nicht von hier sind – und doch inzwischen dazugehören. Die kulturelle Vielfalt Deutschlands wächst von Jahr zu Jahr.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





