
Internet-Blockaden in Russland: Ein Eiserner Vorhang - dieses Mal digital
weltspiegel Internet-Blockaden in Russland Ein Eiserner Vorhang - dieses Mal digital Stand: 03.05.2026 • 10:33 Uhr Die Abtrennung Russlands vom globalen Internet scheint im vollen Gange zu sein. Russland schränkt den...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. weltspiegel Internet-Blockaden in Russland Ein Eiserner Vorhang - dieses Mal digital Stand: 03. 2026 • 10:33 Uhr Die Abtrennung Russlands vom globalen Internet scheint im vollen Gange zu sein. Russland schränkt den Zugang immer weiter ein und sperrt auch immer mehr VPNs.
So entsteht ein digitaler Eiserner Vorhang zum Ausland. Von Silke Diettrich, ARD Moskau, zurzeit Köln Gemütlich schlendert Nadja in der Nachmittagssonne durch den Berliner Mauerpark und plaudert mit Dmitri, einem ihrer russischen Freunde in der deutschen Hauptstadt. Die beiden sind nach Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine aus Russland ausgewandert und haben ein neues Leben in Berlin begonnen.
Die Einzelheiten
Ihre Eltern leben noch in Russland, aber der Kontakt zu ihnen wird immer schwieriger: WhatsApp oder Telegram, das waren die Messenger, über die sie per Video, Kurznachrichten oder Anrufe Kontakt halten konnten. Doch beide Kanäle sind in Russland nun blockiert oder gedrosselt und die Eltern zu alt, um die Blockaden technisch umgehen zu können. Die Führung in Moskau wolle nicht, dass getrennte Familien miteinander in Kontakt bleiben, sagt Nadja, die als Produzentin von Medienprojekten in Deutschland arbeitet.
Dmitri und sie können ihre Eltern digital weder sehen noch hören: Sie schreiben nun E-Mails, um überhaupt Kontakt halten zu können. 2026 Angebliche Sicherheitsbedenken Moskau lernt mühsam, ohne mobiles Internet zu leben Bislang war Moskaus Alltag voll digitalisiert. Nun wird das mobile Internet immer wieder abgeschaltet.
mehr Rechtliche Grundlage schon vor Jahren geschaffen Die Frage ist: Was genau passiert gerade im digitalen Russland? Fest steht: Die Blockaden von Messenger-Diensten und die Sperrungen des mobilen Internets haben auch innerhalb des Landes für Unmut gesorgt. Schon Ende 2019 trat in Russland das Gesetz über das so genannte "souveräne Internet", auch RuNet genannt, in Kraft.
Was Experten sagen
Offiziell wurde es erlassen, um Russland vor Bedrohungen von außen und Cyberangriffen zu schützen. Doch von Anfang an hatten Kritikerinnen und Kritiker befürchtet, dass der Kreml die volle Kontrolle über sämtliche Informationen im Netz erlangen will. Das Gesetz schuf den rechtlichen Rahmen dafür, das Internet in Russland zentral zu steuern.
Mit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine wurde das für alle sichtbar: Exil-Medien wurden geblockt, unerwünschte Seiten gesperrt. Facebook und Instagram wurden als "extremistisch" eingestuft und ihre Dienste weitgehend verboten oder blockiert. WhatsApp wurde gesperrt und der Messenger Telegram gedrosselt.
Zurzeit wird darüber diskutiert, den in Russland beliebten Messenger vollständig zu blockieren. Dabei wurde Telegram von einem Programmierer gegründet, der aus Russland stammt. Vor allem wird er auch von zahlreichen Politikern, Propagandisten, kremlnahen Influencern sowie auch von Soldaten an der Front in der Ukraine genutzt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





