
Interview mit Arno Antlitz: „Es geht um die Zukunft von Volkswagen“
Interview mit Arno Antlitz : „Es geht um die Zukunft von Volkswagen“ Von Christian Müßgens 30.04.2026, 19:32 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen VW-Finanzvorstand Arno Antlitz dpa Amerikas Zölle, Krieg im Nahen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Interview mit Arno Antlitz : „Es geht um die Zukunft von Volkswagen“ Von Christian Müßgens 30. 2026, 19:32 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen VW-Finanzvorstand Arno Antlitz dpa Amerikas Zölle, Krieg im Nahen Osten, Preiskampf in China: VW kommt nicht aus der Krise und will härter sparen.
Finanzvorstand Arno Antlitz spricht über Einschnitte, Rüstungskooperationen – und chinesische Autos aus deutschen Fabriken. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Antlitz, VW kommt nicht aus der Krise. Der Gewinn ist abermals gesunken, in China und Amerika läuft es nicht gut.
Die Einzelheiten
Wie angespannt ist die Lage? Wir machen Fortschritte. Der Auftragseingang in Europa hat sich verbessert, technologisch kommen wir voran, gerade in China, und auch unsere Effizienzprogramme greifen.
Allein im ersten Quartal haben wir unsere Gemeinkosten, etwa Verwaltungs- und Vertriebskosten, um eine Milliarde Euro gesenkt. Das Problem ist, dass diese Fortschritte wieder aufgezehrt werden: durch US-Zölle, hohen Wettbewerbsdruck in China und zusätzliche Belastungen wie die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konfliktes im Nahen Osten. Deshalb müssen wir unser Geschäftsmodell ändern und mehr Effizienz erreichen.
Eine zwingende Voraussetzung hierfür ist weniger Komplexität in unseren Modellen und Technologieplattformen, bei der Anzahl der Einheiten und Entscheidungsebenen. In der jetzigen Struktur schaffen wir das nicht. Sie läuten die nächste Sparrunde ein.
Was Experten sagen
Wie stark müssen die Kosten sinken? Kleine, kontinuierliche Verbesserungen reichen nicht. Wir brauchen einen großen Schritt nach vorn.
Gleichzeitig ist es noch zu früh, um Zahlen zu nennen. Die Analyse ist abgeschlossen, bis Sommer wollen wir ein Zielbild haben. Klar ist: Es geht um alle Kostenarten.
Materialkosten müssen sinken, ohne die Qualität der Autos zu beeinträchtigen. Großen Handlungsbedarf sehe ich im sogenannten Overhead, also etwa in den Verwaltungskosten. VW hat schon vor anderthalb Jahren einen großen Machtkampf mit der Gewerkschaft um Einsparungen ausgefochten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





