
Iran-Krieg treibt die Preise - auch in Deutschland: Inflation erreicht neuen Höchststand
Hohe Energiepreise Inflation steigt auf höchsten Stand seit Januar 2024 Der Irankrieg hat das Leben in Deutschland stark verteuert. Im April stieg die Inflationsrate fast auf drei Prozent. Noch beschränkt sich der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Hohe Energiepreise Inflation steigt auf höchsten Stand seit Januar 2024 Der Irankrieg hat das Leben in Deutschland stark verteuert. Im April stieg die Inflationsrate fast auf drei Prozent. Noch beschränkt sich der Preisschub auf bestimmte Bereiche, doch das könnte sich ändern.
05 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Zapfsäule in Berlin Foto: Yona Elsner / IMAGO Erste Schätzungen ließen es bereits vermuten, nun ist es amtlich: Der Irankrieg hat das Leben in Deutschland im April sprunghaft verteuert.
Die Einzelheiten
Starke gestiegene Energiepreise trieben die Inflationsrate mit 2,9 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024, wie das Statistische Bundesamt vorläufige Berechnungen bestätigt. Schon im März hatte der Nahostkrieg die Inflationsrate kräftig auf 2,7 Prozent steigen lassen, nach 1,9 Prozent im Februar. »Der erneute Anstieg der Energiepreise infolge des Irankriegs hat im zweiten Monat in Folge die Gesamtteuerung verstärkt.
Besonders der anhaltende Preisdruck bei Kraftstoffen ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich spürbar«, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Sprit ein Viertel teurer, Heizöl gut die HälfteIm April schossen die Energiepreise wegen der rasant gestiegenen Rohölpreise um 10,1 Prozent hoch. Kraftstoffe verteuerten sich sogar um gut ein Viertel (26,2 Prozent) und leichtes Heizöl um gut die Hälfte (55,1 Prozent).
Strom (-4,5 Prozent), Erdgas einschließlich Betriebskosten (-3,0 Prozent) und Fernwärme (-1,1 Prozent) waren dagegen billiger als ein Jahr zuvor. Die Preise für Lebensmittel zogen im April leicht an. Spürbar teurer waren etwa Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+6,6 Prozent), darunter Schokolade mit plus 9,7 Prozent.
Was Experten sagen
Kostspieliger wurden auch Fleisch und Obst (je plus 3,6 Prozent). Dienstleistungen verteuerten sich im April um 2,8 Prozent zum Vorjahresmonat. So stiegen die Preise für Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 5,0 Prozent), Restaurantbesuche (plus 3,2 Prozent) und die Nettokaltmieten (plus 1,8 Prozent).
Nur wenige Dienstleistungen waren günstiger, darunter Pauschalreisen (-3,5 Prozent). Preisschub für alle Lebensbereiche? Der Preisschub sei bisher nicht breit angelegt, sagte Silke Tober, Inflationsexpertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.
»Gelingt eine Beendigung des Irankriegs und die Öffnung der Straße von Hormus in den kommenden Wochen, dürfte der Rohölpreis deutlich fallen und mit ihm die Inflation.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





