
Iran-Krieg: Trumps Poker mit dem Öl-Kollaps
Iran-Krieg : Trumps Poker mit dem Öl-Kollaps Von Tobias Piller 18.05.2026, 18:59Lesezeit: 6 Min. Schiffe vor der Küste von OmanBenoit TessierWenn die Iraner nicht bald verhandelten, schädigt das ihre Ölquellen...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Iran-Krieg : Trumps Poker mit dem Öl-Kollaps Von Tobias Piller 18. 2026, 18:59Lesezeit: 6 Min. Schiffe vor der Küste von OmanBenoit TessierWenn die Iraner nicht bald verhandelten, schädigt das ihre Ölquellen unwiederbringlich, behauptet Trump.
Sitzt der US-Präsident tatsächlich am längeren Hebel? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Blockade der iranischen Häfen durch die USA macht Donald Trump nach eigenem Bekunden Hoffnung auf ein baldiges Einlenken der iranischen Führung: Der Iran könne erstens – wegen der Blockade der USA – nicht das Öl aus seinen Quellen mit Tankschiffen abtransportieren. Zweitens sei es unmöglich, an den Ölquellen einfach den Hahn abzudrehen, so der US-Präsident.
Die Einzelheiten
Die Begründung lautete, dass eine Absperrung der Ölquellen im Untergrund Schäden anrichten würde, weshalb danach nie mehr die gesamten Ölvorkommen gefördert werden könnten, sondern vielleicht noch 60 Prozent. Trump soll auch gesagt haben, die Ölquellen könnten explodieren. Die Konsequenz wäre nach Trumps Darstellung, dass dem Iran nicht mehr viel Zeit bliebe für das Management der Ölquellen.
Denn die wenigen Lagermöglichkeiten seien inzwischen gefüllt. Damit bliebe dem Iran innerhalb der nächsten Tage nur die Wahl zwischen einem Deal mit den USA und dem Kollaps seiner Ölproduktion. Trumps Darstellungen von Explosionen werden belächeltDie Ankündigung von Explosionen wird von Fachleuten belächelt.
Ansonsten findet man Trumps Theorie nicht ganz aus der Luft gegriffen, aber dennoch wirkt sie an manchen Stellen fragwürdig. Die Ölkonzerne selbst, die auf dem Gebiet über umfangreiche Expertise verfügen, zeigten sich wortkarg. Von Chevron, Exxon Mobil, Shell und Eni kamen keine oder knappe einzeilige Antworten.
Was Experten sagen
Fest steht, dass derzeit weiter kaum Schiffe die Straße von Hormus passieren. Amerikanische Kriegsschiffe hatten vor mehreren Tagen einen iranischen Tanker mit einem Schuss in den Maschinenraum gestoppt. Ist damit die Zukunft der iranischen Ölförderung gefährdet?
Martin Pein, Experte der deutschen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, sieht einen technischen Grund in der Spekulation Trumps: „In der Tat trifft es zu, dass eine Erdölförderbohrung nicht einfach auf- und zugedreht werden sollte. Dabei kann es – und die Betonung liegt auf „kann“ – zu einem sogenannten Formation Damage kommen. “Diese Schädigung der Öllagerstätten entsteht nach Beschreibung Peins gegenüber der F.
möglicherweise auf zweierlei Arten: Erstens geht es um Wasser in den Förderstätten, das entweder ganz natürlich unter den Ölvorkommen liegt oder in älteren Lagerstätten gezielt eingespritzt wird, um den Druck für den Austritt des Öls zu verbessern. Werde die Ölförderung unterbrochen, könne es zum Eintritt von Wasser direkt in die Lagerstätten und zu einer Vermischung kommen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





