
Kai Wegner im Interview: „Es muss einfacher werden, Demonstrationen zu untersagen“
Kai Wegner im Interview : „Es muss einfacher werden, Demonstrationen zu untersagen“ Von Peter Carstens , Stephan Klenner 11.05.2026, 11:13Lesezeit: 6 Min. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner steht im Mai vor...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kai Wegner im Interview : „Es muss einfacher werden, Demonstrationen zu untersagen“ Von Peter Carstens , Stephan Klenner 11. 2026, 11:13Lesezeit: 6 Min. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner steht im Mai vor den Fenstern seines Amtszimmers im Roten Rathaus.
Jens GyarmatyDie Unzufriedenheit der Berliner mit ihrem Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ist groß. Im Interview spricht er über eigene Fehler nach dem Stromausfall – und warum er das Versammlungsfreiheitsgesetz ändern will. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Regierender Bürgermeister, Berlin galt einmal als Metropole des Aufbruchs und kultureller Vielfalt.
Die Einzelheiten
Heute dominieren Schmutz und Krisenchaos die Berichterstattung, Touristen bleiben weg. Was haben Sie getan, um das Stadtbild zu verbessern? Es ist das Schicksal dieser Stadt, dass die Menschen auf Berlin schauen – alles, was in Berlin passiert, bekommt Aufmerksamkeit.
Auch das, was noch nicht funktioniert. Aber die Berlinerinnen und Berliner mögen es nicht, wenn man ihre Stadt schlechtredet. Berlin ist eine stark wachsende Stadt, wir sind die internationale Metropole in Deutschland.
Wir haben im Tourismus fast 30 Millionen Übernachtungen pro Jahr und liegen damit weit vorn in Europa. Dazu kommt ein Wirtschaftswachstum, das deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt. Den Kampf gegen Schmutz und Verwahrlosung im öffentlichen Raum haben Sie aber zunächst wohl verloren.
Was Experten sagen
Da muss doch was getan werden? Viele Berlinerinnen und Berliner nervt das Müllproblem – mich auch. Das ist ein Metropolenproblem, das nicht nur Berlin betrifft.
Aber klar: In der Vergangenheit ist zu wenig passiert. Als erste Maßnahme haben wir die Aufträge für unsere Stadtreinigung erweitert, die auch Grünanlagen, Parks und Kinderspielplätze sauber machen. Es gibt viele private Initiativen, wo Bürger sich bei Aufräumaktionen engagieren.
Die Bußgelder für Müllsünder wurden zudem stark erhöht, beispielsweise werden 250 Euro für eine weggeworfene Kippe fällig. Alle Bezirke haben für Kontrollen neue Stellen bekommen, und sie dürfen die Einnahmen aus solchen Bußgeldern behalten. Das muss jetzt wirken – und dieser Weg muss konsequent fortgesetzt werden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





