
Keruzfahtschiff: Die Lehren aus dem Hanta-Ausbruch
Kreuzfahrtschiff : Die Lehren aus dem Hanta-Ausbruch Ein Kommentar von Pia Heinemann 11.05.2026, 13:58Lesezeit: 2 Min. Weltweit werden Passagiere des Kreuzfahrtschiffs Hondius von Spezialkräften in Empfang...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kreuzfahrtschiff : Die Lehren aus dem Hanta-Ausbruch Ein Kommentar von Pia Heinemann 11. 2026, 13:58Lesezeit: 2 Min. Weltweit werden Passagiere des Kreuzfahrtschiffs Hondius von Spezialkräften in Empfang genommen.
APDas Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff sorgt für Aufsehen. Eine Pandemie droht nicht, doch das Virus bleibt für Infizierte gefährlich. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Buckelwal Timmy ist untergetaucht, der neue Talk of the Town ist das Hantavirus vom Kreuzfahrtschiff.
Die Einzelheiten
Droht hier die nächste Pandemie? Müssen wir wieder FFP-Masken hervorkramen, gar in den Lockdown gehen? Oder ist das alles nur ein Hype?
Die gute Nachricht: Eine Pandemie droht wohl nicht. Die Behörden haben gut reagiert, die Verstorbenen und Erkrankten von Bord geholt und die übrigen Passagiere so lange auf See gelassen, bis ein sicherer Weitertransport in ihre Heimatländer organisiert war. Vier Passagiere, die bis nach Deutschland gebracht wurden, müssen nun für mehrere Wochen in Quarantäne.
Das Hantavirus hat auch aus anderen Gründen nicht das Zeug zu einer Pandemie. Der wichtigste: Der Erreger vom Andes-Stamm ist in Südamerika gut bekannt. Jedes Jahr erkranken Menschen daran, im vergangenen Jahr gab es in Argentinien 86 Fälle, 28 davon sind gestorben, und in Chile waren es 35 Infizierte, von denen sieben starben.
Was Experten sagen
Dank dieser bedauerlichen Fälle sind das Virus, seine Infektionswege und der Erkrankungsverlauf auch gut erforscht. In der Regel steckt sich ein Mensch bei einem Nagetier an, er wird krank, in 20 bis 40 Prozent der Fälle stirbt er. In seltenen Fällen kommt es auch zu einer Übertragung von einem Menschen auf den anderen.
Seit einer großen Geburtstagsparty im argentinischen Andendorf Epuyén im Jahr 2018 ist klar, wie das ablief: 34 Menschen hatten sich infiziert, und elf von ihnen waren gestorben. Zu einer Übertragung reichen aber Aerosole anders als beim Coronavirus nicht aus. Es müssen schon Tröpfchen oder Körperflüssigkeiten übertragen werden.
Was das Pandemierisiko auch verringert: Es gibt kaum asymptomatische Übertragungen, erst wenn ein Infizierter Fieber hat, kann er andere anstecken. Ein letzter Punkt, der das Hantavirus für die Allgemeinheit harmloser macht: Die Erkrankten haben ein hohes Sterberisiko, Infektionsketten brechen schnell ab.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





