
KFW-Analyse: Je schlechter die Zeiten, desto besser die Gründer
KFW-Analyse : Je schlechter die Zeiten, desto besser die Gründer Von Mark Fehr 19.05.2026, 16:22Lesezeit: 4 Min. Stottert die Konjunktur und reduzieren Unternehmen die Gehälter und das Personal, suchen mehr Menschen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. KFW-Analyse : Je schlechter die Zeiten, desto besser die Gründer Von Mark Fehr 19. 2026, 16:22Lesezeit: 4 Min. Stottert die Konjunktur und reduzieren Unternehmen die Gehälter und das Personal, suchen mehr Menschen ihre Chance in der Selbständigkeit (Symbolbild).
Picture AllianceMit der Verzweiflung über die düstere Konjunktur wächst auch der Mut zur Selbständigkeit. Was treibt Gründerinnen und Gründer an – und welche Branchen stehen im Fokus? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Immer mehr Arbeiter oder Angestellte zittern um ihre Jobs.
Die Einzelheiten
Selbst Traditionsbetriebe müssen schließen oder Insolvenz anmelden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Existenzgründungen. Die Ökonomen der öffentlich-rechtlichen Förderbank KfW zählten für das Jahr 2025 rund 690.
000 Gründerinnen und Gründer, nach 585. 000 im vorangegangenen Jahr. Das ist ein Lichtblick in der vorwiegend düsteren wirtschaftlichen und politischen Situation.
„Es ist erfreulich, dass wieder mehr Menschen in Deutschland ein Unternehmen ganz neu gründen und damit womöglich eine innovative Geschäftsidee umsetzen“, sagt KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. Für ihren jährlichen Gründungsmonitor berücksichtigt die KfW neben Neugründungen auch Beteiligungen oder Übernahmen bestehender Unternehmen durch Menschen, die sich selbständig machen. Übernahmen sind laut Schumacher wichtig, um Nachfolger für alternde Unternehmer zu finden.
Was Experten sagen
Die Nachfolge gewinne wegen der Alterung der Gesellschaft an Bedeutung für die Volkswirtschaft, deutsche Unternehmerinnen und Unternehmer seien im Durchschnitt 54 Jahre alt. „Wir brauchen Gründer schon allein wegen des demographischen Wandels“, sagt Schumacher. Darüber hinaus setzen Gründer weitere wichtige Impulse.
Sie beleben den Wettbewerb, schaffen Arbeitsplätze und erzeugen zusätzliche Waren und Dienstleistungen. Gründer zwischen Drohnen, KI und NagelstudiosManche Gründer verhelfen sogar Erfindungen und neuen Technologien zum Durchbruch, die es ohne diese wohl nicht geben würde. Solche innovativen oder disruptiven Geschäftsmodelle machen statistisch zwar nur einen kleinen Teil der Gründungen aus.
Ihre volkswirtschaftliche Bedeutung ist laut Schumacher aber erheblich. Hier ist etwa an Drohnen, Helikoptertaxis oder Biotechnologie zu denken und natürlich an das Internet und die Künstliche Intelligenz (KI). Die meisten Gründer betätigen sich allerdings in bestehenden Branchen und Technologien.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





