
KI in Hollywood: Der Mensch, ein Spezialeffekt
KI in Hollywood : Der Mensch, ein Spezialeffekt Von Jürgen Kaube 04.05.2026, 15:20 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Mit dem Einverständnis der Hinterbliebenen: Für den Film „As Deep as the Grave“ wurde der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. KI in Hollywood : Der Mensch, ein Spezialeffekt Von Jürgen Kaube 04. 2026, 15:20 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Mit dem Einverständnis der Hinterbliebenen: Für den Film „As Deep as the Grave“ wurde der verstorbene Schauspieler Val Kilmer für die Rolle des Father Fintan durch Künstliche Intelligenz nachentwickelt.
First Line Films / Für KI-Produkte will die Filmakademie keine Oscars vergeben. Das technisch Machbare wird dennoch getestet werden, das lehrt die Geschichte. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Abwehrschlacht des Menschen hat begonnen.
Die Einzelheiten
Lange schon hatte er sich literarischen Phantasien mit künstlich erzeugten Wesen hingegeben, die ihm, mitunter zum Verwechseln, ähneln: Ovids Pygmalion, Goethes Homunculus, Frankensteins Monster, die Eva der Zukunft von Villiers de L’Isle-Adam. Das funktionierte selbstverständlich nur als Literatur. Schon auf dem Theater hätte man es nicht geglaubt.
Die biologische Leibhaftigkeit des Menschen erwies sich als Grenze der Versuche, ihn zu imitieren. Für die Rechenfähigkeit gilt das inzwischen nicht mehr. Besser Schach spielen als wir, schneller das Internet durchsuchen, ausdauernder Muster in Datenmengen finden, das kann die Maschine.
Aber kann sie auch charmant sein, verführerisch, wütend, witzig oder erfinderisch? Wir müssen es abwarten. Denn seit Langem leben wir im Zeitalter des Films und seiner Möglichkeit, die Illusion von Körpern zu bewirken.
Was Experten sagen
Im kalifornischen Zentrum unserer Illusionen ist jetzt eine neue Runde im Abwehrkampf des Menschen gegen seine Imitation eingeläutet worden. Die Filmakademie, von der die Oscars vergeben werden, hat soeben eine neue Regel dafür bekannt gegeben. Von der Preisvergabe sollen künftig Schauspieler und Drehbücher ausgeschlossen sein, die durch Künstliche Intelligenz (KI) hervorgebracht worden sind.
Ein nicht so tiefes Grab Das reagiert zum einen auf Tilly Norwood. Eine artifizielle Schauspielerin dieses Namens war 2025 von der niederländischen Produktionsfirma Particle 6 in einem mittels KI entworfenen Comedysketch vorgestellt worden, in dem auch andere KI-Kreaturen auftraten. Danach war das Geschrei groß.
Schauspieler forderten den Boykott von Agenturen, die solche digitalen Marionetten unter Vertrag nähmen. Die amerikanische Gewerkschaft der Schauspieler protestierte gegen das KI-Mannequin. Mehrere Frauen behaupteten, Tilly Norwood sei erkennbar ihre Doppelgängerin und meldeten Urheberrechte an.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





