
Kindesmissbrauch im Sportverein: »Die wenigsten wollen eine solche Ungeheuerlichkeit wahrhaben«
Bild vergrößern Kind beim Judo: »Täter und Täterinnen sind oft sozial hochintelligent« Foto: Hans Wiedl / dpa-Zentralbild / picture alliance Kindesmissbrauch im Sportverein »Wenn Trainer Kommunikation in private Kanäle...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern Kind beim Judo: »Täter und Täterinnen sind oft sozial hochintelligent« Foto: Hans Wiedl / dpa-Zentralbild / picture alliance Kindesmissbrauch im Sportverein »Wenn Trainer Kommunikation in private Kanäle verlagern, ist das ein Warnsignal«« In einem Hamburger Segelclub missbrauchte ein Trainer jahrelang einen Jungen. Die Psychologin Julia von Weiler erklärt Strategien der Täter, sagt, wann Kinder besonders gefährdet sind und worauf Eltern unbedingt achten müssen. Ein Interview von Matthias Fiedler 16.
18 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. SPIEGEL: Frau von Weiler, wir haben kürzlich über sexuelle Gewalt in einem Hamburger Segelverein berichtet. Sie sagen, Missbrauchstäter handelten strategisch.
Was heißt das konkret? Weiler: Sie suchen gezielt Strukturen, in denen sie Macht ausüben und sich unverzichtbar machen können – als Trainer, Mentor oder Betreuer. Gerade im Ehrenamt ist Engagement sehr willkommen.
SPIEGEL: Missbrauch beginnt also nicht mit einem Überfall. Der Täter oder die Täterin nimmt sich Zeit, baut Vertrauen zu den Kindern auf und sucht dabei gezielt nach denen, die vulnerabel erscheinen oder Halt suchen. Um die man sich kümmern kann.
Was Experten sagen
Dann überschreitet er oder sie langsam Distanzgrenzen, oft durchaus für alle sichtbar: Kinder auf den Schoß nehmen, sie umarmen oder streicheln. SPIEGEL: Das soll über den eigentlichen Plan hinwegtäuschen? Erst später tastet er sich weiter voran, probiert, wie weit er gehen kann, bis hin zu schwerem Missbrauch.
Schöpfen Eltern Verdacht, wird dies als »Missverständnis« umgedeutet. Täter und Täterinnen sind oft sozial hochintelligent und nutzen das Bedürfnis der meisten Menschen, Ungeheuerliches nicht wahrhaben zu wollen. Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+ Sie haben bereits ein Digital-Abo?
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Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





