
Klima-Newsletter: Was wird 2045 aus den Heizkellern gerissen?
Reiches Gesetzentwurf Was wird 2045 aus den Heizkellern gerissen? Ein Newsletter von Arvid Haitsch Ein neuer Entwurf verrät, wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sich das Heizen von morgen vorstellt: mit...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Reiches Gesetzentwurf Was wird 2045 aus den Heizkellern gerissen? Ein Newsletter von Arvid Haitsch Ein neuer Entwurf verrät, wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sich das Heizen von morgen vorstellt: mit Gasbrennern und trotzdem klimafreundlich. Der Widerspruch lässt sich nur in radikalen Szenarien auflösen.
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positiv bewerten negativ bewerten Klimakrise Lesen Sie mehr über die neuesten Entwicklungen, Hintergründe und spannenden Lösungsansätze in unserem Themenspezial. Alle Artikel Erdgas ist ein flüchtiger Stoff. Der Irankrieg macht noch deutlicher als zuvor, wie wenig Verlass auf den fossilen Energieträger ist: Die Verflüssigungsanlage am weltgrößten Gasfeld in Katar ist wohl auf Jahre hinaus beschädigt, die wichtige Route der Tankschiffe durch die Straße von Hormus vorerst blockiert.
In dieser Situation erscheint es ratsam, das Verfeuern von Gas so schnell wie möglich zu beenden – nicht nur zum Klimaschutz, sondern auch aus Kostengründen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erweckt jedoch unbeirrt den Eindruck, Gas sei eine sichere Sache. Im neuen Entwurf ihres Ministeriums für ein Heizungsgesetz steht die bisherige Heiztechnik der meisten Deutschen auch für die Zukunft an erster Stelle.
Was Experten sagen
Eine Liste von »Optionen für den Ersatz einer Heizungsanlage« beginnt mit:»1. eine Heizungsanlage, die mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas beschickt wird«Erst danach folgt die in den meisten Fällen sinnvollste Wärmepumpe sowie weitere Heizungsarten, bei denen Gas oder Öl teils noch eine Rolle spielen. Bild vergrößern Ministerin Reiche besucht Flüssiggasterminal in Wilhelmshaven (mit Geschäftsführer Peter Röttgen Ende April): Sichere Sache Foto: Thomas Trutschel / BMWE / IMAGO Die politische Botschaft hinter diesem »Gebäudemodernisierungsgesetz« ist klar: Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Dänemark oder neuerdings Frankreich schreibt der deutsche Staat nicht vor, welche Heiztechnik Hauseigentümer anschaffen dürfen.
Das Signal an die Bürger lautet: Macht weiter wie gewohnt; habt keine Angst, dass euch jemand vom Amt die Kessel aus den Kellern reißt und euch eine teure Wärmepumpe aufzwingt. Und das Signal an die Anbieter fossiler Brennstoffe sowie dafür gebauter Anlagen lautet: Euer Geschäft hat Zukunft. Widerspruch nur noch verbrämtDamit gerät die schwarz-rote Koalition in Konflikt mit dem Klimaschutz, an den sie nach wie vor gesetzlich und vertraglich gebunden ist.
Wenn Deutschland bis 2045 klimaneutral werden soll und die Atmosphäre nicht weiter mit Treibhausgasen belasten darf: Wie können kurz vorher noch neue Heizungen angeschafft werden, die Jahrzehnte halten und im Betrieb CO₂ ausstoßen?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





