
Klimakonferenz: Eine Allianz zur Abkehr
Klimakonferenz : Eine Allianz zur Abkehr Von Anna Nowaczyk 30.04.2026, 17:24 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Kolumbiens Umweltministerin Irene Velez Torres umarmt Stientje van Veldhoven, die niederländische...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Klimakonferenz : Eine Allianz zur Abkehr Von Anna Nowaczyk 30. 2026, 17:24 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Kolumbiens Umweltministerin Irene Velez Torres umarmt Stientje van Veldhoven, die niederländische Klimaministerin zum Abschluss der Konferenz in Santa Marta.
dpa Fünf Tage lang beraten Staatsvertreter im kolumbianischen Santa Marta, wie sich die Abkehr von fossilen Energien vorantreiben lässt. Es war die erste Konferenz dieser Art. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nach dem Ende der ersten internationalen Konferenz zur Abkehr von fossilen Brennstoffen hat Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth ( SPD ) eine positive Bilanz gezogen.
Die Einzelheiten
Die Konferenz im kolumbianischen Santa Marta markiere einen Meilenstein, sagte er am Mittwoch. „Erstmals haben sich über 50 Staaten aus allen Regionen der Welt in dieser Breite und Intensität zusammengefunden, um konkrete Schritte für den Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle zu beraten und Erfahrungen eng auszutauschen. “ Flasbarth sprach von einer neuen Qualität der internationalen Zusammenarbeit.
Sie zeige deutlich, dass die Abkehr von fossilen Energieträgern kein Nischenthema mehr sei, sondern zum globalen Konsens werde. In Santa Marta hatten sich in den vergangenen Tagen Vertreter aus 57 Staaten getroffen, um die globale Abkehr von fossiler Energie voranzutreiben. Eingeladen hatten Kolumbien und die Niederlande.
Auch EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra nahm teil. Frankreich stellt Fahrplan zum Ausstieg vor Nach Angaben der Gastgeberländer war es nicht das Ziel der Konferenz, neue Klimaziele zu stecken, sondern daran zu arbeiten, bereits beschlossene umzusetzen. Diskutiert wurde demnach vor allem darüber, wirtschaftliche Abhängigkeiten von fossilen Energien zu verringern, die globale Nachfrage und Produktion durch nationale Veränderungen in energiereichen Sektoren zu beeinflussen und die internationale Klimadiplomatie zu stärken.
Was Experten sagen
Frankreich stellte auf der Konferenz zudem einen Fahrplan vor, mit dem das Land schrittweise aus den Fossilen aussteigen will. Von 2030 an will Frankreich demnach auf Kohle zur Energiegewinnung verzichten, von 2045 an auf Erdöl und von 2050 an auf Erdgas. Frankreich sei damit „wahrscheinlich eines der wenigen Länder, die eine klare Deadline für alle fossilen Energieträger haben“, sagte der französische Delegationschef Benoît Faraco am Dienstag in Santa Marta.
Wissenschaftliches Gremium soll Länder zur Energiewende beraten Als Ergebnis des Treffens sollen unter anderem drei Arbeitsgruppen eingerichtet werden, denen sich die Länder anschließen können. Sie sollen sich mit Fragen der Finanzierung, einer besseren Abstimmung zwischen Produzenten und Verbrauchern fossiler Energien sowie der Erarbeitung nationaler Ausstiegspläne befassen. Ein neu gegründetes wissenschaftliches Gremium soll die Teilnehmerländer zudem bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen der Energiewende beraten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





