
Klimapolitik in Deutschland: Wasser predigen und Öl trinken
Deutschlands Klimapolitik Wasser predigen und Öl trinken Ein Newsletter von Susanne Götze Das nennt man wohl »mixed messages«: In Kolumbien wirbt Deutschland für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Zugleich fördert...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Deutschlands Klimapolitik Wasser predigen und Öl trinken Ein Newsletter von Susanne Götze Das nennt man wohl »mixed messages«: In Kolumbien wirbt Deutschland für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Zugleich fördert die Koalition Gasheizungen, verschreckt Windpark-Investoren und bremst die Energiewende. 41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (10 Minuten) 10 Min X.
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Alle Artikel In der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta ist am Mittwoch die erste internationale Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu Ende gegangen. Die Initiative war aus dem Frust über die Uno-Klimakonferenz im November im brasilianischen Belém entstanden. Damals hatten rund 40 ölreiche Staaten, darunter Saudi-Arabien und Russland, die Verhandlungen blockiert und so verhindert, dass auf den Klimagipfeln künftig über konkrete Fahrpläne für ein Ende von Kohle, Öl und Gas gesprochen wird.
Was Experten sagen
Nun wollten es rund 50 Länder ohne diese Bremser versuchen und erhofften sich Rückenwind durch die aktuelle Lage – immerhin steckt die Welt durch den Krieg im Nahen Osten in einer massiven Öl- und Gaskrise. Das Treffen in Santa Mate hatte allerdings kein offizielles Mandat und es gab auch keine verbindliche Abschlusserklärung. Es war eher ein loser Zusammenschluss von Europäern, Kanadiern und vielen Entwicklungsländern außerhalb der Uno.
Die größten Verschmutzer und Öl- und Gasförderer wie China, Indien oder die Golfstaaten waren nicht dabei. Das Treffen war daher eher eine Koalition der Willigen – ohne die Mächtigen. (Mehr zu dem Treffen lesen Sie in meiner Analyse hier ).
Bild vergrößern Konferenz in Kolumbien: Koalition der Willigen ohne die Mächtigen Foto: Ivan Valencia / AP Immerhin legte Frankreich auf dem Treffen einen konkreten Ausstiegsfahrplan vor: 2030 soll Schluss mit Kohle sein, 2045 kein Öl mehr, 2050 kein Gas. Kein anderer Staat hat bisher so klare Daten genannt. Auch andere Länder können mit erstaunlichen Erfolgen aufwarten, etwa Spanien mit einem enormen Zubau von Windparks, Uruguay mit der Abkehr vom Öl oder Pakistan mit seiner Solarrevolution.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





