
Klimaschutz: Das Heizungsgesetz ist und bleibt Murks
Klimaschutz : Das Heizungsgesetz ist und bleibt Murks Ein Kommentar von Marcus Theurer 02.05.2026, 13:14 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche dpa Die Regierung...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Klimaschutz : Das Heizungsgesetz ist und bleibt Murks Ein Kommentar von Marcus Theurer 02. 2026, 13:14 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche dpa Die Regierung spricht von einem Durchbruch für ihr geplantes neues Heizungsgesetz.
Gut ist es deshalb noch lange nicht. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Katherina Reiche ruft: Land in Sicht! „Der Weg für das Gebäudemodernisierungsgesetz ist frei“, sagte die Bundeswirtschaftsministerin diese Woche.
Die Einzelheiten
Das neue Gesetz soll den rechtlichen Rahmen für das Heizen in Deutschland neu setzen. Mitte Mai soll es vom Kabinett beschlossen und anschließend im Bundestag beraten werden. --> Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
jetzt lesen Kernanliegen des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist, für mehr Wahlfreiheit zu sorgen: Wer will, der kann auch in Zukunft eine neue Gasheizung einbauen. Reiches Vorgänger Robert Habeck wollte dies dagegen verbieten und brachte damit viele Bürger gegen sich auf. Nach dem neuen Gesetz müssen die Gasheizungen stattdessen von 2029 an mit einem wachsenden Anteil klimafreundlicher Gase wie Biomethan oder grünem Wasserstoff betrieben werden.
Der Vorteil dieser Lösung ist, dass niemand mehr gezwungen ist, zu der in der Anschaffung deutlich teureren Wärmepumpe zu wechseln, wenn die alte Heizung kaputt geht. Der Nachteil: Wer sich nun wieder für eine Gasheizung entscheidet, der muss damit rechnen, dass ihr Betrieb in Zukunft deutlich teurer wird. Steigende CO2-Preise, knappe verfügbare Mengen an klimaschonenden Gasen und steigende Gasnetzentgelte könnten dafür sorgen.
Was Experten sagen
Genau davor will die SPD insbesondere Mieter schützen. Alles machbar, sagt die Gaswirtschaft - wirklich? Jetzt haben sich die Sozialdemokraten nach einem langen Ringen mit der Union darauf geeinigt, dass sich Mieter und Vermieter das beschriebene Kostenrisiko bei den Gasheizungen teilen müssen.
Damit, sagt Wirtschaftsministerin Reiche, sei der letzte große Streitpunkt rund um das neue Gesetz aus dem Weg geräumt. Gut ist das Gebäudemodernisierungsgesetz deshalb noch lange nicht. Es ist und bleibt Murks.
Denn die Regierung geht damit eine große Wette darauf ein, dass in einigen Jahren ausreichend klimaneutrale Gase zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung stehen werden. Alles machbar, sagt zwar der Verband der Gas- und Wasserstoffwirtschaft. Doch viele Fachleute bezweifeln das stark.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





