
Klimawandel: So viel schneller erwärmt sich die Erde, wenn die Luft sauberer wird
Studie zu Aerosolen So viel schneller erwärmt sich die Erde, wenn die Luft sauberer wird Die Luftverschmutzung durch Aerosole geht zurück – und verstärkt damit die Erderwärmung. Also wieder mehr ausstoßen? Forschende...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Studie zu Aerosolen So viel schneller erwärmt sich die Erde, wenn die Luft sauberer wird Die Luftverschmutzung durch Aerosole geht zurück – und verstärkt damit die Erderwärmung. Also wieder mehr ausstoßen? Forschende warnen vor diesem Schluss.
06 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Schiffe am Panamakanal: Obergrenze für Schwefel in Schiffskraftstoffen 2020 gesenkt Foto: Enea Lebrun / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Werden weniger Feinstaub und andere Aerosole ausgestoßen, verbessert das zwar die Luftqualität. Es kann aber die Erderwärmung verstärken. Das berichten Forschende im Fachmagazin »PNAS« .
Durch Simulationen haben sie ermittelt, dass die Reduzierung der menschengemachten bodennahen Luftverschmutzung die Welt im Zeitraum 2013 bis 2023 womöglich 0,044 Grad wärmer gemacht hat. Im Zeitraum von 2013 bis 2023 gingen die globalen menschengemachten Luftschadstoff-Emissionen merklich zurück, mit enormen Vorteilen für die öffentliche Gesundheit. Doch die Aerosole genannten Schwebeteilchen in der Luft streuen und reflektieren auch Sonnenstrahlen und tragen zur Wolkenbildung bei.
Was Experten sagen
Zum Ausmaß dieser Effekte gibt es unterschiedliche Schätzungen. Auf jeden Fall hat sich die Erderwärmung beschleunigt: Betrug sie von 1970 bis 2012 noch 0,179 Grad pro Jahrzehnt, waren es im Jahrzehnt von 2013 bis 2023 etwa 0,263 Grad. Dabei sind die natürlichen Schwankungen der globalen Durchschnittstemperatur bereits herausgerechnet.
»Während Treibhausgasemissionen langfristig der dominierende Faktor bleiben, stellen Aerosole eine der unsichersten Komponenten im Klimasystem dar«, schreiben die Forschenden um Drew Shindell von der Duke University in Durham und Bin Zhao von der Tsinghua University in Peking. Schifffahrt ist eine wichtige Aerosol-QuelleDie Forschenden vermuteten, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität, beispielsweise durch die Filterung von Abgasen in Industrieanlagen, zur Beschleunigung der Erderwärmung beigetragen haben könnten. Sie nutzten zwei Standard-Klimamodelle, um das genauer zu untersuchen.
Drastische Maßnahmen in China haben demnach zur Verringerung der Luftverschmutzung im Zeitraum 2013 bis 2023 beigetragen – und womöglich etwa 0,018 Grad zur Erderwärmung. Für die restlichen Landflächen der Welt, auf denen die Luftverschmutzung verringert wurde, errechneten die Forscher einen Temperaturanstieg von 0,013 Grad. Die Verringerung der Schwefeloxide bei der Verbrennung von Schiffskraftstoffen könnte die Erde demnach ebenfalls um 0,013 Grad erwärmt haben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





