
Klimaziele in Gefahr: „Netto-Null“ erst 2050 – warum nicht?
Klimaziele in Gefahr : „Netto-Null“ erst 2050 – warum nicht? Ein Kommentar von Christian Geinitz 18.05.2026, 19:39Lesezeit: 2 Min. Der Expertenrat für Klimafragen: Barbara Schlomann (M.), Vorsitzende, Marc Oliver...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Klimaziele in Gefahr : „Netto-Null“ erst 2050 – warum nicht? Ein Kommentar von Christian Geinitz 18. 2026, 19:39Lesezeit: 2 Min.
Der Expertenrat für Klimafragen: Barbara Schlomann (M. ), Vorsitzende, Marc Oliver Bettzüge, stellvertretender Vorsitzender (2. ), Allister Loder (r.
Die Einzelheiten
) und Julia Pongratz (2. )dpaWer den Bericht zu den Emissionen ernst nimmt, sollte für alle Vorschläge offen sein. Auch für Katherina Reiches umstrittenes Heizungsgesetz.
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Was folgt aus dem Prüfbericht des Expertenrats für Klimafragen? Zunächst, dass es zwar Diskrepanzen zum Umweltbundesamt gibt, der CO₂-Ausstoß aber trotzdem verlässlich sinkt – zumindest bis 2030. Bedenklicher sind die Jahre danach.
Selbst die Regierung hat schon eingestanden, dass die Klimaziele wohl nicht zu schaffen sein werden. Auch die CO₂-Neutralität 2045 nicht, auf die sich Deutschland so viel zugutehält. Der Expertenrat bestätigt diese misslichen Befunde: Die Entwicklung werde vermutlich noch schlechter verlaufen als befürchtet.
Was Experten sagen
Was folgt daraus politisch? Man könnte sich zum Beispiel vom Netto-Null-Jahr 2045 verabschieden. Stattdessen ließen sich bis dahin 88 Prozent Minderung anstreben.
Das entspräche dem bisherigen Ziel für 2040, das ebenfalls gefährdet ist. Es gibt gute Gründe, das „Netto-Null“ auf 2050 zu verschieben, schließlich ist dies auch das Zieljahr der EU. Keine Lösungen aus ideologischer Verbohrtheit ablehnenIn jedem Fall ist es falsch, entsprechende Vorstöße wie die der Mittelstands- und Wirtschaftsunion unter Gitta Connemann sofort abzubügeln; immerhin ist sie parlamentarische Staatssekretärin von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU).
In der Industrie könnte man sich die Verschiebung ebenfalls vorstellen. Die Debatte muss sich aber auch um klimaschonende Techniken drehen. Es ist nicht damit getan, immer mehr Solar- und Windkraft, Wärmepumpen oder Ladesäulen zu installieren.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





