
Kloster Eberbach: Bunte Glaskunst in schlichter Basilika
Kloster Eberbach : Bunte Glaskunst in schlichter Basilika Von Oliver Bock 06.05.2026, 19:37Lesezeit: 3 Min. Gefallen nicht jedem: die neuen Fenster in der BasilikaSamira SchulzIn der Kirche von Kloster Eberbach im...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kloster Eberbach : Bunte Glaskunst in schlichter Basilika Von Oliver Bock 06. 2026, 19:37Lesezeit: 3 Min. Gefallen nicht jedem: die neuen Fenster in der BasilikaSamira SchulzIn der Kirche von Kloster Eberbach im Rheingau sind jetzt die neuen Fenster eingesetzt.
Angefertigt hat sie ein renommiertes Glasstudio. Besänftigt das Ergebnis die vielen Kritiker? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nun können sich die Klosterbesucher selbst eine Meinung bilden.
Die Einzelheiten
Beeinträchtigen die drei farbigen Fenster als Ausdruck zeitgenössischer Kunst in der ehemaligen Kirche von Kloster Eberbach die überwältigende romanische Schlichtheit der zisterziensischen Architektur? Oder bereichern sie das Ensemble und zeigen den Weg in die Zukunft? Die Vorstellung der 150.
000 Euro teuren Glaskunst des in Ingelheim geborenen Künstlers Michael Anthony Müller vor rund 200 geladenen Gästen war aufwendig inszeniert. Der Geschäftsführer des Rheingau Musik Festivals, Marsilius Graf von Ingelheim, hatte dafür eigens das Vokalensemble Apollo 5 aus London einfliegen lassen. Vier Monate waren die renommierten, international gefragten Derix-Glasstudios in Taunusstein damit beschäftigt, die Entwürfe von Müller in großformatige gläserne Kunst zu übersetzen.
Thematisch greifen die Fenster Aspekte seines raumfüllenden Gemäldes „Der geschenkte Tag“ auf, das noch bis April 2027 im Neuen Museum Berlin zu sehen ist. Für Müller ist es eine neue Erfahrung, dass Licht von seiner Kunst nicht reflektiert wird, sondern durchscheint. Er sei kein besonders gläubiger Mensch, so Müller.
Was Experten sagen
Ein Künstler solle auch nichts zu seinem Werk sagen, sondern die Interpretation dem Publikum überlassen. Weiß noch nicht, ob ihm die Fenster gefallen: der Künstler Michael Anthony MüllerSamira SchulzDass es in der Region schon Ablehnung gegeben habe, noch bevor er das Werk überhaupt begonnen habe, sei für ihn neu, aber legitim. Wer einen Ort aber genau so erhalten wolle, wie er aktuell sei, der gebe sich einer Phantasie hin.
Ungewohnt war für Müller auch die Einbeziehung der Klosterbesucher in eine Abstimmung über das Vorhaben. Kunst sei „per se vollkommen undemokratisch“, sagte Müller. Er selbst wisse noch gar nicht, ob ihm die Fenster gefielen.
Den Besuchern kündigte er aber an: „Sie werden Impulse bekommen. “Dagegen sprach Philipp Demandt, der Direktor des Frankfurter Städel Museums, von einer phantastischen Installation und grandiosen Umsetzung der Müller-Kunst. Die Fenster seien „Kondensat und Kulmination“ des schon vor vier Jahren im Städel gezeigten Werks „Der geschenkte Tag“.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





