
Konzern schaltet auf Attacke: SAP will die Kontrolle über KI
Konzern schaltet auf Attacke : SAP will die Kontrolle über KI Von Bernd Freytag 12.05.2026, 14:37Lesezeit: 4 Min. Setzt auf KI: der SAP-Vorstandsvorsitzende Christian KleindpaKI, KI und noch mehr KI, aber bitte nach...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Konzern schaltet auf Attacke : SAP will die Kontrolle über KI Von Bernd Freytag 12. 2026, 14:37Lesezeit: 4 Min. Setzt auf KI: der SAP-Vorstandsvorsitzende Christian KleindpaKI, KI und noch mehr KI, aber bitte nach unseren Regeln: Mit einem Gegenschlag versucht der Softwarekonzern SAP, sein Geschäft zu schützen.
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Mehr als 300 Millionen Abonnenten nutzen die Software von SAP in der Cloud. In Amerika setzen neun der zehn größten börsennotierten Unternehmen auf die Dienste des deutschen Konzerns, im Dax ist gar keines bekannt, das darauf verzichtet. Schon wegen dieser Größenordnungen ist die jährliche „Kundenmesse“ von SAP mehr als eine interne Veranstaltung.
Die Einzelheiten
Was der Konzern plant, ist für Hunderttausende Unternehmen relevant. Dieses Jahr wird das Treffen im amerikanischen Orlando schon deshalb besonders beobachtet, weil die KI-Welle die Wirtschaft überrollt. Und noch ist nicht klar, welche Rolle für klassische Softwarehersteller wie SAP bleibt und mit welcher Technik Unternehmen künftig gesteuert werden.
Unter dem Slogan „KI frisst Software“ ist darüber eine hitzige Debatte entbrannt. Die KI, das ist die These, wird die alten Programme ersetzen, Softwarehersteller zu Datenlieferanten degradieren. Doch SAP dreht den Spieß jetzt um.
Nach seinem Willen sollen die KI-Hersteller zu Werkzeug-Lieferanten werden, im Zweifel leicht austauschbar. Der Konzern will den einzigartigen Datenpool und das Wissen um die Prozesse unter Kontrolle halten. Wer davon profitiert, soll zahlen.
Was Experten sagen
Vision vom autonomen UnternehmenZum Start der Kundenmesse machte der Vorstand jedenfalls klar, dass er auf Gegenangriff setzt. Von Klein-Beigeben keine Spur. Das will der Konzern mit einer Fülle von Neuerungen schaffen, die im Kern zwei Richtungen vorgeben: Zum einen stellt SAP seinen Kunden und Beratern eine einheitliche Plattform bereit, auf der sie mehr Möglichkeiten bekommen, KI für eigene Geschäftsprozesse zu bauen.
KI-Assistenten etwa sollen so mehrere KI-Agenten auf einmal steuern können. All das, wie der Konzern wirbt, in einer rechtssicheren Umgebung, mit verlässlichen Daten, maßgeschneidert und branchenspezifisch. Am Ende, so die Vision, steht das autonome Unternehmen.
Das ist aber nur ein Teil der Attacke. Denn um den neuen SAP-Kosmos zu schützen, schränkt der Konzern zugleich die Zugriffsmöglichkeiten für KI von außen stark ein. Künftig erlaubt er nur noch Schnittstellen – sogenannte APIs –, die er selbst veröffentlicht oder zumindest dokumentiert hat.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





