
Korruption in der Ukraine: Wofür der Fall Jermak steht
Korruption in der Ukraine : Wofür der Fall Jermak steht Ein Kommentar von Reinhard Veser 13.05.2026, 07:07Lesezeit: 1 Min. Da war er noch im Amt: Andrij Jermak am 18. November 2025 neben Präsident Wolodymyr...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Korruption in der Ukraine : Wofür der Fall Jermak steht Ein Kommentar von Reinhard Veser 13. 2026, 07:07Lesezeit: 1 Min. Da war er noch im Amt: Andrij Jermak am 18.
November 2025 neben Präsident Wolodymyr SelenskyjReutersDer Korruptionsverdacht gegen Wolodymyr Selenskyjs früheren Präsidialamtschef Andrij Jermak sagt mehr Gutes über die Ukraine, als es auf den ersten Blick erscheint. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Bis vor einem halben Jahr galt Andrij Jermak als der mächtigste Strippenzieher der ukrainischen Politik. Er war Chef des Präsidialamtes in Kiew, regulierte den Zugang zu Präsident Wolodymyr Selenskyj und hatte großen Einfluss auf Personalentscheidungen in Regierung und Behörden.
Die Einzelheiten
Nun ist er von der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft in Kiew zum Verdächtigen erklärt worden. Das zeigt zum einen, dass das Grundübel der ukrainischen Politik, die Korruption bis in hohe staatliche Ämter, auch nach Russlands Überfall auf das Land weiter besteht. Es wäre naiv, etwas anderes zu erwarten: Krieg macht Menschen nicht besser.
Und die kriegsbedingte Notwendigkeit zur Geheimhaltung, also geringerer Transparenz, schafft neue Möglichkeiten für Mauscheleien. Demokratische Kontrolle auch im KriegJermaks Schicksal zeigt aber zugleich, dass in der Ukraine die Mächtigen auch im Krieg der Kontrolle durch eine demokratische Öffentlichkeit und unabhängige Strafverfolgungsbehörden unterliegen. Die haben in seinem Fall schon ermittelt, als er noch in Amt und Würden war, unbeeindruckt davon, dass er deshalb ihre Unabhängigkeit beschneiden wollte.
Sein Rücktritt im vorigen Herbst war das Ergebnis des Drucks, den Opposition, Zivilgesellschaft und unabhängige Medien (und auch die westlichen Verbündeten) aufgebaut hatten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





