
Krimis in Kürze: Eine Falle auf Malle
Krimis in Kürze : Eine Falle auf Malle Von Peter Körte 06.05.2026, 19:55Lesezeit: 3 Min. Zwei Familien in einem Haus, das geht nicht gut aus: Ferien-Finca auf MallorcaRobert Jank/Picture AllianceSolveig-Marie Kastner,...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Krimis in Kürze : Eine Falle auf Malle Von Peter Körte 06. 2026, 19:55Lesezeit: 3 Min. Zwei Familien in einem Haus, das geht nicht gut aus: Ferien-Finca auf MallorcaRobert Jank/Picture AllianceSolveig-Marie Kastner, Till Raether und Jess Ryder siedeln ihre neuen Kriminalromane in beliebten Feriendomizilen an – mörderische Sommerferien sind garantiert.
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Allzu lange dauert es nicht mehr, bis in den ersten Bundesländern die Sommerferien beginnen, und es kann deshalb nicht schaden, über Risiken und Nebenwirkungen von Urlaubsreisen nachzudenken. Dass die warme Jahreszeit tödlich sein kann, wissen die Älteren aus dem Film „Ein mörderischer Sommer“ (1983), der einem schon wegen Isabelle Adjani unvergesslich ist. Aber auch Krimiautoren von heute wissen, dass Sunshine und Noir miteinander verbunden sind wie siamesische Zwillinge.
Die Einzelheiten
In den drei Romanen, die hier vorgestellt werden und die an beliebte Urlaubsziele wie die Algarve, nach Mallorca und auf eine (fiktive) Kykladeninsel führen, passieren Dinge, vor denen keine Versicherung schützen kann. Da hülfe allein eine Reiserücktrittsversicherung, die Stornierung ohne größere Verluste erlaubt. „Summer Heat“ (Ullstein, 496 S.
, 16,99 Euro) von der jungen Autorin Solveig-Marie Kastner hat den vielversprechenden Titelzusatz „Nicht alle werden überleben“. Mia aus dem Rheinland zieht es in ein portugiesisches Luxusresort, als Yogalehrerin und Animateurin. Sie flieht vor etwas, und sie sucht etwas, das wird schnell klar.
Das einsam gelegene Quartier ist eine Klassengesellschaft im Kleinen: die da oben zwischen Golfplatz und Gourmetküche, die da unten, die ihnen den Alltag versüßen und in kargen Apartments hausen. Natürlich hat die Welt der weiß Gekleideten dunkle Flecken, aber auch das Dienstleistungsproletariat verhält sich nicht solidarisch. Kastner entfaltet das Geschehen aus verschiedenen Ich-Perspektiven.
Was Experten sagen
Zu Mia kommt ihr Urlaubsflirt Yanis, später dessen Freundin. Das hat den Vorteil, dass die jeweiligen Selbsttäuschungen und Wahrnehmungsstörungen aufeinanderprallen und nicht sofort auszumachen ist, ob Mias Ängste therapiebedürftig sind oder auf reale Bedrohung zurückgehen; ob Yanis ein abgefeimter Lügner ist oder ein feiger Filou. Das Manko des Buches liegt darin, dass es für all das zu viel Zeit braucht, für Mias Motive wie für die schmutzigen Geheimnisse der noblen Ferienanlage.
Hundert Seiten weniger, und es wäre ein kompakter, wuchtigerer Thriller geworden. Auf den hat es ersichtlich der erfahrene Autor Till Raether in „Meeresdunkel“ (Rowohlt, 416 S. Zwei Hamburger Familien in unterschiedlich zerrüttetem Zustand reisen in den Herbstferien nach Mallorca.
Leider auch in dasselbe Haus. Der Immobilienverwalter, seine Frau, beider pubertierende Zwillinge und deren Onkel. Der erfolglose Designer, seine Frau und beider Sohn.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





