
krise in Mali: Das russische Afrikakorps sieht machtlos zu
krise in Mali : Das russische Afrikakorps sieht machtlos zu Von Claudia Bröll, Kapstadt 03.05.2026, 18:44 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Auf dem Screenshot ist zu sehen, wie ein Kämpfer mit einer Flagge...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. krise in Mali : Das russische Afrikakorps sieht machtlos zu Von Claudia Bröll, Kapstadt 03. 2026, 18:44 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Auf dem Screenshot ist zu sehen, wie ein Kämpfer mit einer Flagge auf einen Turm klettert.
Es handelt sich nach Überprüfung der Nachrichtenagentur wahrscheinlich um den Militärstützpunkt in Tessalit. Die Aufnahme stammt demnach vermutlich von Freitag. Social Media/ In Mali setzen Islamisten und Rebellen der Militärregierung zu.
Die Einzelheiten
Moskau ist derzeit keine Hilfe. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Dschihadisten und Tuareg-Rebellen haben nach Kidal eine weitere Kommune im Norden Malis eingenommen. Videos aus Tessalit, einem wichtigen Militärstützpunkt an der Grenze mit Algerien, zeigten begeisterte bewaffnete Kämpfer auf Pickup-Fahrzeugen, die mit Handys ihre jüngste Eroberung festhielten.
Das malische Militär und Kämpfer des russischen Afrikakorps, das dem Verteidigungsministerium in Moskau unterstellt ist, hatten sich Medienberichten zufolge schon vorher zurückgezogen. Sie hätten den Ort kampflos den bewaffneten Gruppen überlassen, schrieb der französische Auslandssender RFI. Die Terrororganisation „Gruppe zur Unterstützung des Islams und der Muslime“ (JNIM), ein Ableger von al-Qaida , und die Rebellenorganisation „Azawad-Befreiungsfront“ (FLA), erhöhten auch in der Hauptstadt Bamako im Süden den Druck, die seit 2020 regierende Militärregierung zu stürzen.
Vor wenigen Tagen hatten sie gedroht, „niemand“ werde mehr in die Stadt gelassen. Mittlerweile sind mehrere Versorgungsrouten durch Straßensperren der Aufständischen blockiert. „Chaotisches Vakuum verhindern“ Schon im vergangenen Jahr hatte die JNIM fast zwei Monate lang die Millionenmetropole von Treibstofflieferungen weitgehend abgeschnitten und mehr als 100 Tanklastwagen in die Luft gesprengt.
Was Experten sagen
„Wir rufen alle echten Patrioten, ohne Ausnahme, dazu auf, sich zu vereinen“, hieß es in einer Mitteilung der FLA, „die Militärregierung zu stürzen reicht nicht. Wir müssen gemeinsam ein chaotisches Vakuum verhindern, das unsere Nation in den totalen Kollaps stürzen würde“. Die Islamisten und die Rebellen haben sich jüngst in einem Zweckbündnis zusammengeschlossen und vor gut einer Woche eine genau koordinierte Anschlagsserie quer durch das Land verübt.
Bei einem Anschlag in der Garnisonsstadt Kati in der Nähe von Bamako wurde der malische Verteidigungsminister Sadio Camara durch die Explosion einer Autobombe vor seinem Haus getötet. Drohnenbilder zeigten völlig zerstörte Gebäude. Fotos mit russischem Botschafter Außerdem gelang es den Aufständischen, Kidal im hohen Norden zu erobern.
Die Stadt war 2012 kurzzeitig in den Griff islamistischer Gruppen geraten, bevor das französische Militär im Rahmen der „Operation Serval“ im Januar 2013 Kidal und mehrere andere Städte befreite.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





