
Kritik aus Frankreich: Die AfD ärgert sich über Bardella
Kritik aus Frankreich : Die AfD ärgert sich über Bardella Von Friederike Haupt, Berlin 19.05.2026, 18:44Lesezeit: 3 Min. Alice Weidel und Tino Chrupalla auf einer Pressekonferenz in Berlin am 5. MaiAFPDer Chef des...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kritik aus Frankreich : Die AfD ärgert sich über Bardella Von Friederike Haupt, Berlin 19. 2026, 18:44Lesezeit: 3 Min. Alice Weidel und Tino Chrupalla auf einer Pressekonferenz in Berlin am 5.
MaiAFPDer Chef des Rassemblement National distanzierte sich von der AfD. Alice Weidel tut das als Opportunismus ab. Doch dahinter steht eine Grundsatzdebatte in der Partei.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In der AfD herrscht Ärger über Äußerungen, die der Vorsitzende des Rassemblement National, Jordan Bardella, in einem Interview mit der F. Darin lobt der Franzose den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als „einen Freund“ – und distanziert sich deutlich von der AfD. Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel kritisiert den französischen Rechtspopulisten dafür nun als Opportunisten.
„Offensichtlich verspricht sich Herr Bardella von der Distanzierung zur AfD einen politischen Vorteil in Frankreich, wo der liegen soll, ist mir jedoch nicht klar“, sagte sie der F. Irritiert zeigt sich Weidel auch von Bardellas Lob für den deutschen Bundeskanzler. Mit seiner „Begeisterung“ für Merz sei der Rassemblement National (RN) „allein auf weiter Flur, wenn man sich die Zustimmungswerte der Bundesregierung ansieht“.
Bardella hatte in dem Interview gesagt, er sehe Übereinstimmungen mit Merz in der Frage des Bürokratierückbaus und in der Notwendigkeit, ein wettbewerbsfähiges Europa aufzubauen. Anerkennend äußerte er sich auch über die Migrationspolitik der Bundesregierung. Deutschland habe wieder Grenzkontrollen eingeführt, die einen abschreckenden Effekt hätten.
Was Experten sagen
Frankreich und Deutschland könnten zusammen mit Italien neue Kooperationen ins Auge fassen. Zwischen AfD und RN kam es zum BruchDass Bardella vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr gemäßigte Signale nach Europa sendet – ähnlich wie Meloni in Italien vor ihrer Wahl –, kann der AfD nicht gefallen. Denn Bardellas Partei könnte für sie eigentlich ein mächtiger Partner sein.
Noch vor einem halben Jahr sah man sich in der AfD als Teil einer gemeinsamen Bewegung. Die Vizechefin der Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, frohlockte damals auf Telegram, Bardella führe bei den Umfragen zur Wahl in Frankreich weit vor den anderen Kandidaten. „Die AfD wird in Deutschland stärkste Kraft.
Zusammen mit den USA entsteht da ein neuer Westen, der den woken Westen ablöst“, malte sie sich aus. Und nun will Bardella lieber Gemeinsamkeiten mit Merz suchen als mit der AfD? Weidel weist darauf hin, dass ihre Partei in Frankreich andere Kontakte habe.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





