
Künstliche Intelligenz: Deutsche KI-Hoffnung DeepL streicht ein Viertel der Stellen
Künstliche Intelligenz : Deutsche KI-Hoffnung DeepL streicht ein Viertel der Stellen Von Jonas Jansen, Köln 07.05.2026, 13:24Lesezeit: 3 Min. Will stärker auf Künstliche Intelligenz setzen: DeepL-Chef Jarek...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Künstliche Intelligenz : Deutsche KI-Hoffnung DeepL streicht ein Viertel der Stellen Von Jonas Jansen, Köln 07. 2026, 13:24Lesezeit: 3 Min. Will stärker auf Künstliche Intelligenz setzen: DeepL-Chef Jarek Kutylowski.
GettyDas Kölner Unternehmen DeepL ist mit seinen präzisen Übersetzungen bekannt geworden und rasant gewachsen. Doch jetzt will das Start-up 250 Stellen streichen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In der deutschen Digitallandschaft ist DeepL immer ein Vorzeigeunternehmen gewesen.
Die Einzelheiten
Eine Gründung aus Köln, die es mit den amerikanischen Technologiegiganten aufnehmen kann und sie in einigen Anwendungen sogar schlägt. Das Unternehmen, das für seine Übersetzungen bekannt ist, hat sich mit einer Bewertung von rund zwei Milliarden Dollar zeitweilig zum höchstbewerteten reinen KI-Unternehmen aus Deutschland entwickelt. Rasant gewachsen ist nicht nur die Bewertung, sondern auch der Umsatz und in der Folge die Zahl der Mitarbeiter.
Die liegt den Angaben zufolge mittlerweile bei mehr als 1000 Beschäftigten. Das Unternehmen war 2017 gegründet worden. Doch genau jetzt macht das Start-up aus Köln eine Kehrtwende: 250 Stellen streicht das Unternehmen, wie der Vorstandsvorsitzende Jarek Kutylowski am Donnerstag in einem Beitrag auf Linkedin mitteilte.
Details sind noch nicht bekannt. Der Stellenabbau steht zwar am Anfang seines Social-Media-Beitrages, gleichwohl etwas versteckt zwischen den Beteuerungen, dass die Umstrukturierung des Unternehmens notwendig sei, um im Zeitalter von KI weiter mitzuhalten. „Diese Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen – sie ist die schwierigste, die ich in meiner Karriere treffen musste“, schreibt Kutylowski.
Was Experten sagen
Es sei eine strukturelle Entscheidung, damit DeepL auch weiterhin führend rund um KI bleiben könne. „Wir erleben derzeit einen massiven Strukturwandel hinsichtlich der Art der Arbeit, wer sie verrichtet und wie viele Menschen nötig sind, um sie gut zu erledigen – und dieser Wandel ist auf die KI zurückzuführen“, schreibt Kutylowski. Umsätze und Mitarbeiterzahl sind stark gestiegenDeepL konnte sich anfangs vor allem deshalb durchsetzen, weil das Start-up schon vor der Veröffentlichung von ChatGPT auf eigene neuronale Netzarchitektur gesetzt hat.
So lieferte DeepL schnell deutlich bessere Ergebnisse als Konkurrenzangebote wie der Google-Übersetzer. Das kam bei Kunden gut an, der Umsatz stieg schnell: Von 2022 auf 2024 hat DeepL den Umsatz fast verdreifacht, von 55,1 auf 156 Millionen Euro. Gleichzeitig baute das Start-up viele Stellen auf: Gab es 2022 noch 271 Angestellte, waren es zum Ende des Jahres 2024 laut der im Bundesanzeiger veröffentlichten Bilanz 634 Angestellte.
Inklusive Teilzeitkräften, Werkstudenten und Praktikanten waren es damals 972 Mitarbeiter.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





