
Kurz bei Linnemann: Hat da jemand „Brandmauer“ gesagt?
Kurz bei Linnemann : Hat da jemand „Brandmauer“ gesagt? Von Stephan Löwenstein 09.05.2026, 08:54Lesezeit: 5 Min. Sebastian Kurz, hier ein Bild aus 2025ReutersCDU-Generalsekretär Linnemann hat Österreichs früheren...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kurz bei Linnemann : Hat da jemand „Brandmauer“ gesagt? Von Stephan Löwenstein 09. 2026, 08:54Lesezeit: 5 Min.
Sebastian Kurz, hier ein Bild aus 2025ReutersCDU-Generalsekretär Linnemann hat Österreichs früheren Kanzler Sebastian Kurz auf ein Podium in Frankfurt geladen. Was für eine Botschaft wollte er von ihm hören? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Herr Bundeskanzler“, sagt Carsten Linnemann zu seinem Gast.
Die Einzelheiten
Es ist nicht Friedrich Merz, sondern Sebastian Kurz, der zwischen 2017 und 2021 zweimal Regierungschef in Österreich war. An diesem Freitagabend sitzt Kurz in Frankfurt auf dem Podium einer Veranstaltungsreihe des CDU-Generalsekretärs. Will sich Linnemann von ihm erklären lassen, wie man eine politische Brandmauer einreißt?
An sich wäre Kurz für diese Rolle durchaus der geeignete Mann. Er hat vor neun Jahren die Macht in der ÖVP erobert, der Schwesterpartei der CDU. Dann hat er eine „große Koalition“ mit der sozialdemokratischen SPÖ beendet und ist nach Neuwahlen eine Regierung mit der rechten FPÖ eingegangen.
Das war bis dahin verpönt. Es war allerdings nicht ganz präzedenzlos, denn in den Jahrzehnten zuvor hatte es bereits Regierungskooperationen der ÖVP wie auch der SPÖ mit den „Freiheitlichen“ gegeben. FPÖ und AfDInsofern lag und liegt der Sachverhalt in Österreich anders als in Deutschland mit der AfD.
Was Experten sagen
Die ist eine noch junge Partei, hat noch nie regiert und radikalisiert sich seit ihrer Gründung immer weiter. Kurz vermeidet es denn auch wohlweislich, sich auf dieses dünne Eis zu begeben. Über die AfD spricht er gar nicht und über die FPÖ nur indirekt.
Zunächst weist er die formale Anrede mit seinem einstigen Amt zurück: Die Deutschen seien immer so formell mit Anreden, bei ihm zu Hause sage man einfach: Sebastian. Nicht nur in Bezug auf den Umgang mit Titeln bei Österreichern und Deutschen versucht Kurz, vermeintliche Gewissheiten in ihr Gegenteil zu kehren. Sondern auch, als davon die Rede ist, dass das schlechte Ansehen der deutschen Bundesregierung auf eine schlechte Vermarktung ihrer Erfolge zurückzuführen sei und durch bessere Kommunikation behoben werden müsse.
Kurz widerspricht hart: „Ich bin der Meinung, es geht überhaupt nicht um Kommunikation, es geht um Realität. “ Kommunikationstricks hülfen vielleicht kurzfristig, um ein paar Tage lang gute Kommentare und Schlagzeilen zu erheischen. Wirkung erziele man aber nur mit Taten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





