
Lebensmittel: Foodwatch findet zu hohe Mengen an Pestiziden in Kreuzkümmel von Lidl und Fuchs
Foodwatch-Untersuchung Kreuzkümmel offenbar teils stark mit verbotenen Pestiziden belastet Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat in der EU unerlaubte Pflanzenschutzmittel in Supermarkt-Produkten gefunden. Zwei...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Foodwatch-Untersuchung Kreuzkümmel offenbar teils stark mit verbotenen Pestiziden belastet Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat in der EU unerlaubte Pflanzenschutzmittel in Supermarkt-Produkten gefunden. Zwei Kreuzkümmelpulver sollen die geltenden Grenzwerte gerissen haben. Von Katharina Koerth 19.
37 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Gewürze auf einem Markt in Pakistan: Viele Gewürze werden in die EU importiert Foto: Murtaza Ali / NurPhoto / IMAGO Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+.
Die Einzelheiten
Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Um Verbraucher und Umwelt zu schützen, hat die EU bestimmte Pestizide aus der Landwirtschaft verbannt. Eine Laboranalyse im Auftrag der Organisation Foodwatch hat nun in mehreren Supermärkten teils unerlaubte Mengen von solchen Pflanzenschutzmitteln in importierten Produkten gefunden.
Foodwatch hat insgesamt 64 Produkte aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Österreich im Labor untersuchen lassen. Rund zwei Drittel der Lebensmittel enthielten demnach Rückstände von einem oder mehreren in Europa verbotenen Pestiziden. Besonders betroffen waren Paprika-, Chili-, Kreuzkümmelpulver und grüner Tee: Von den getesteten Produkten dieser Kategorien enthielten laut Foodwatch alle Proben Rückstände von nicht zugelassenen Pestiziden.
Viele lagen jedoch unter den festgelegten Grenzwerten. Diese gelten, auch wenn die Pestizide in der EU verboten sind. 13 von 19 Produkten laut Foodwatch belastetIn Deutschland ließ die Organisation 19 im März gekaufte Produkte von einem Labor testen.
Was Experten sagen
Davon waren laut Foodwatch 13 mit Pestiziden belastet, die auch alle in der EU verboten waren. Zwei Gewürze rissen demnach die Pestizidgrenzwerte: Bild vergrößern Getesteter Kreuzkümmel des Herstellers Fuchs Foto: foodwatch In einem gemahlenen Kreuzkümmel des Herstellers Fuchs seien sechs Pestizide nachgewiesen worden, heißt es – davon vier in der EU nicht zugelassene. Ein Stoff, das Herbizid Flamprop, lag laut Foodwatch dabei deutlich über dem geltenden Grenzwert.
Nachgewiesen worden sei das 165-fache. Hersteller Fuchs bezeichnet die gemessenen Werte nach Rücksprache mit dem Partnerlabor als »in dieser Form untypisch und auf den ersten Blick nicht plausibel«. Man nehme die Ergebnisse sehr ernst und werde die betroffene Charge erneut prüfen.
Bild vergrößern Getesteter Kreuzkümmel von Lidl Foto: foodwatch In einem gemahlenen Kreuzkümmel der Lidl-Eigenmarke Kania wurden laut Foodwatch zwei in der EU nicht zugelassene Pestizide gefunden. Hier habe das Herbizid Flamprop um das 217-fache über dem geltenden Grenzwert gelegen, teilt Foodwatch mit. Lidl gibt auf SPIEGEL-Anfrage an, den Kreuzkümmel für die betroffene Charge aus Indien bezogen zu haben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





