
Luftfahrt unter Druck: Der Irankrieg verteuert das Fliegen
Luftfahrt unter Druck : Der Irankrieg verteuert das Fliegen Von Dyrk Scherff , Stephen-John Swierczyna 03.05.2026, 19:49 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Angriff in der Nähe des internationalen Flughafens...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Luftfahrt unter Druck : Der Irankrieg verteuert das Fliegen Von Dyrk Scherff , Stephen-John Swierczyna 03. 2026, 19:49 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Angriff in der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai.
Picture Alliance Weniger Flüge, steigende Ticketpreise, lange Umwege: Der Krieg in Nahost hat weitreichende Folgen für Passagiere und Aktionäre. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Zwei Monate ist es schon her, dass der Irankrieg begonnen hat. Seitdem ist der Luftraum über dem Krisengebiet weitgehend gesperrt.
Die Einzelheiten
Das hat große Auswirkungen für Flugpassagiere weit über die Region hinaus. Auch in Europa und Deutschland sind sie zu spüren. Das geht schon mit der Auswahl an Flügen los.
Von Europa in den Nahen Osten ist sie naturgemäß dramatisch geschrumpft. Lufthansa, Eurowings, Condor, Ryanair und andere europäische Fluggesellschaften haben ihre Flüge bis mindestens Ende Mai, manche gar bis Ende Oktober eingestellt. Die Fluggesellschaften vom Golf fliegen noch nach Europa, aber in deutlich geringerem Umfang.
Am stärksten traf es zu Beginn der Krise Qatar Airways, die vor dem Krieg die meisten Flüge nach Europa anbot und ihr Angebot um fast 90 Prozent reduzieren musste, wie Zahlen der europäischen Flugsicherungsorganisation Eurocontrol zeigen. Nun, mit dem Waffenstillstand und der Wiedereröffnung einiger Lufträume, konnte die Airline zusätzliche Flüge anbieten, die Zahl liegt jetzt noch knapp um die Hälfte niedriger als vor dem Krieg. Konkurrent Emirates reduzierte das Angebot nur um ein Drittel und bietet nun die meisten Verbindungen nach Europa an.
Was Experten sagen
Stark traf es auch Turkish Airlines, die häufig nach Nahost flog. Damit ist auch ihr Drehkreuz in Istanbul der am stärksten in Europa vom Krieg betroffene Flughafen, vor London-Heathrow. Von Frankfurt aus liegt das Angebot in den Nahen Osten 40 Prozent niedriger als vor dem Krieg.
Insgesamt fliegen von Europa nach Nahost und zurück derzeit 52 Prozent weniger Flugzeuge, jetzt sind es noch rund 1000 am Tag. Durch die große Beschränkung der Flughäfen am Golf, zum Beispiel in Qatar und Dubai, sind auch Passagiere von Europa nach Asien oder ins östliche Afrika betroffen, die am Golf umsteigen wollten. Ihre Flüge wurden zu großen Teilen gestrichen.
Sie müssen nun ihre Reisen verschieben oder auf europäische oder asiatische Fluggesellschaften umsteigen, die direkt unter Umgehung der Krisenregion nach Asien fliegen. Airlines wie die Lufthansa haben deswegen schon die Zahl ihrer Flüge nach Asien erhöht, stoßen aber auf Restriktionen der dortigen Flughäfen, die nur wenige oder gar keine zusätzlichen Flüge erlauben, um den Verbrauch an knappem Kerosin nicht zu erhöhen. Den teilweisen Ausfall der Golfgesellschaften können die Europäer und Asiaten schon wegen fehlender Flugzeuge nicht ausgleichen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





