
Magyar reist nach Italien: Ungarns neue Außenpolitik
Magyar reist nach Italien : Ungarns neue Außenpolitik Von Alexander Haneke, Wien 07.05.2026, 20:38Lesezeit: 3 Min. Péter Magyar am Donnerstag in RomEPANoch vor seiner Amtsübernahme reist Ungarns künftiger...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Magyar reist nach Italien : Ungarns neue Außenpolitik Von Alexander Haneke, Wien 07. 2026, 20:38Lesezeit: 3 Min. Péter Magyar am Donnerstag in RomEPANoch vor seiner Amtsübernahme reist Ungarns künftiger Ministerpräsident Péter Magyar nach Rom – als Privatmann zwar, doch er setzt damit ein Zeichen.
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Amtsgeschäfte übernimmt Péter Magyar erst an diesem Samstag. Doch bereits am Donnerstag erschien Ungarns zukünftiger Ministerpräsident im Palazzo Chigi, dem Amtssitz von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, begleitet von seiner künftigen Außenministerin Anita Orbán. Anschließend postete Magyar – eigentlich noch als Privatmann – ein Bild mit Meloni und schrieb von einem „erfolgreichen und vielversprechenden Treffen“.
Die Einzelheiten
Magyar ist bereits seit Dienstag in Italien, da er zur Vorstellung des Films „Frühlingswind“ auf einem Festival im ligurischen Sestri Levante gereist war. Dem Film über seinen Aufstieg zum Oppositionsführer wurde im Wahlkampf eine große Bedeutung zugemessen, da Millionen Ungarn den TISZA-Chef, der vom Medienapparat der abgewählten Fidesz-Regierung in aller Heftigkeit diffamiert worden war, erstmals persönlich und nahe wahrnehmen konnten. Dass Magyar anschließend von Meloni empfangen wurde, hatte dabei besondere Bedeutung, schon weil Meloni lange Zeit eine enge Verbündete des abgewählten Viktor Orbán war.
Beide galten als die Galionsfiguren der Rechten und „Souveränisten“ in Europa, wobei die italienische Ministerpräsidentin – im Gegensatz zu Orbán – stets einen kooperativen Kurs gegenüber der EU einschlug und jede unnötige Konfrontation vermied. Magyar setzt auf Kooperation mit der EUMagyar wiederum legt großen Wert darauf, dass auch er künftig Ungarns Interessen mit aller Kraft in Europa vertreten wird. Vergangene Woche war er mit Anita Orbán bereits nach Brüssel gereist, um eine baldige Freigabe der EU-Milliarden zu erreichen, die wegen der Rechtsstaatsverstöße der Regierung Orbán eingefroren sind.
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Was Experten sagen
Weitere Informationen . Externe Inhalte aktivieren Er will Vorgaben zu Korruptionsbekämpfung und Transparenz bei der Mittelvergabe erfüllen und künftig wieder alle Urteile des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Ungarn anwenden. Dabei geht es auch um Strafzahlungen von einer Million Euro am Tag, die Budapest leisten muss, da die abgewählte Fidesz-Regierung eine EuGH-Entscheidung zu den Rechten von Migranten an der Grenze zu Serbien nicht umsetzen wollte.
Magyar wird allerdings nicht müde zu betonen, dass Ungarn unter ihm zwar zu einem kooperativen Kurs mit Brüssel zurückkehren, aber nicht der Mehrheitsmeinung der EU-Staaten hinterherlaufen werde. So will er, wenn auch im Rahmen der Vorgaben des europäischen Migrationspaktes, weiterhin möglichst keine Asylsuchenden nach Ungarn lassen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





