
Marek Lieberberg wird 80: Die großen Bühnen bereitet
Marek Lieberberg wird 80 : Die großen Bühnen bereitet Von Christian Riethmüller 07.05.2026, 06:57Lesezeit: 3 Min. In seinem Element: Veranstalter Marek Lieberberg kündigt ein Konzert an.dpaMarek Lieberberg ist einer der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Marek Lieberberg wird 80 : Die großen Bühnen bereitet Von Christian Riethmüller 07. 2026, 06:57Lesezeit: 3 Min. In seinem Element: Veranstalter Marek Lieberberg kündigt ein Konzert an.
dpaMarek Lieberberg ist einer der bedeutendsten Konzertveranstalter der Welt und arbeitet mit den größten Stars. Seiner Heimatstadt Frankfurt ist er immer treu geblieben. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Geschichte des jungen Konzertveranstalters hätte gleich an ihrem Anfang in einem gewaltigen Scherbenhaufen enden können.
Die Einzelheiten
Denn Geld hatte er ja noch keines verdient, obwohl er einen ganz dicken Fisch an der Angel hatte. Jedenfalls wollte der damals 24 Jahre alte Veranstaltungsnovize 1970 mit seiner eben gemeinsam mit einem Partner in Frankfurt gegründeten Agentur eine Deutschland-Tournee der britischen Rockband The Who organisieren. Das Quartett galt seinerzeit nicht nur als eine der heißesten Formationen des Planeten, sondern auch als durchaus exzentrisch, mit ihrem Schlagzeuger Keith Moon als Oberexzentriker.
Und dieser Keith Moon hätte die Karriere des jungen Marek Lieberberg mit einem seiner Streiche beenden können, bevor sie überhaupt angefangen hatte. Für einen Auftritt von The Who in Münster hatte Lieberberg die Band nämlich im feinen Schlosshotel Wilkinghege einquartiert, wo die Gruppe allerdings rausflog, weil Moon einen gewaltigen Kronleuchter in der Hotelhalle als Sportgerät missbrauchte, um sich wie Tarzan durch die Lüfte zu schwingen. Zum Glück für alle Beteiligten blieb der Leuchter intakt und Moon bei dieser Aktion unverletzt, mit der er nicht nur der Rockgeschichte eine wunderbare Anekdote bescherte, sondern in gewisser Weise auch Marek Lieberbergs Laufbahn Schwung verlieh.
Der konnte sich gemeinsam mit seinem damaligen Partner Marcel Avram nach dieser Erfahrung gewiss sein, mit ihrer Agentur Mama Concerts vielleicht auf ein Himmelfahrtskommando gegangen zu sein, doch auf einen guten Ausgang hoffen zu dürfen. Mit Plakatekleben und Ticketverkauf angefangenAuf die Idee, Rockkonzerte von Bands wie The Who und dann Deep Purple und Pink Floyd zu veranstalten, war Lieberberg eher zufällig gekommen. Als Sohn zweier polnischer Holocaust-Überlebender vor 80 Jahren am 7.
Mai 1946 im sogenannten DP-Lager im Frankfurter Stadtteil Zeilsheim geboren, war er zwar schon als Jugendlicher ein großer Rockmusik-Fan, der in den Sechzigerjahren selbst in Bands wie The Trembles und The Rangers spielte, mit denen er sogar einige Singles veröffentlichte, doch begann er nach dem Abitur erst einmal ein Studium der Soziologie an der Goethe-Universität. Damit war nach zwei Semestern aber schon wieder Schluss, und Lieberberg absolvierte eine Ausbildung bei der Nachrichtenagentur AP, für die er in Bonn und Berlin arbeitete und dabei auch gelegentlich über Musik schrieb.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





