
Marinemission: 42.000 Tonnen Diplomatie
Marinemission : 42.000 Tonnen Diplomatie Von Michaela Wiegel , Matthias Wyssuwa 07.05.2026, 18:21Lesezeit: 5 Min. Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle vor Kreta Ende AprilAFPMacron schickt den...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. 000 Tonnen Diplomatie Von Michaela Wiegel , Matthias Wyssuwa 07. 2026, 18:21Lesezeit: 5 Min. Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle vor Kreta Ende AprilAFPMacron schickt den Flugzeugträger Charles de Gaulle in Richtung Straße von Hormus.
Wie reagiert die Bundesregierung auf die französische Tempoverschärfung? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als „starkes diplomatisches Signal“ bezeichnete die beigeordnete französische Verteidigungsministerin Alice Rufo am Donnerstag die Verlegung des Flugzeugträgers Charles de Gaulle in Richtung Straße von Hormus. 000 Tonnen schwere Kriegsschiff ist nicht allein unterwegs: Es sticht im Schutz eines U‑Boots sowie mehrerer Fregatten und Versorgungsschiffe in See.
Die Einzelheiten
Dieses Mal wird die Charles de Gaulle zudem von italienischen, spanischen und niederländischen Fregatten begleitet. Das soll als Signal für die Bereitschaft der Europäer verstanden werden, sich für die freie Schifffahrt durch die für die Weltwirtschaft so wichtige Handelsroute zu engagieren. Der Flugzeugträgerverband ist weniger als eine Woche Fahrtzeit von der Straße von Hormus entfernt.
„Wir sind bereit, die Sicherheit der Frachtschiffe in der Meerenge zu garantieren und das Vertrauen der Reeder und Versicherungsgesellschaften wiederherzustellen“, sagte Rufo dem TV-Sender BFM. Es gehe darum, die Frage der freien Schifffahrt durch die Meerenge als eigenes Thema zu behandeln – getrennt von den übrigen Verhandlungsblöcken zwischen den USA und Iran. Deshalb habe Präsident Emmanuel Macron der amerikanischen und der iranischen Seite ein Angebot unterbreitet: Teheran muss in Verhandlungen über alle strittigen Punkte einwilligen, Washington im Gegenzug die Seeblockade für iranische Öltanker schrittweise aufheben.
Ein formeller Waffenstillstand sei nicht notwendig, hieß es im Élysée-Palast. Sobald Einigkeit über dieses Entgegenkommen herrsche, könne die internationale Marinemission unter französisch-britischer Führung in der Straße von Hormus die Arbeit aufnehmen. Etwa ein Dutzend Länder wollen sich mit militärischen Mitteln beteiligen.
Was Experten sagen
„Neutrale Instanz“ soll Durchfahrt sichernFrankreich sieht es als seine Aufgabe an, gerade jetzt diplomatisch Druck auszuüben, weil „die Schäden der Blockade von Hormus für die Weltwirtschaft immer deutlicher werden“. Das war aus dem Élysée-Palast zu vernehmen. Es falle den Amerikanern und Iranern sichtlich schwer, sich auf eine Lösung zu einigen, die die Freiheit und Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus gewährleistet, sagte ein Berater Macrons.
Der amerikanische Präsident Donald Trump habe den Versuch, im Rahmen des sogenannten „Projekts Freiheit“ den Seeweg mit militärischer Gewalt freizuhalten, nach nur kurzer Zeit ausgesetzt. Das wird in Paris als Eingeständnis interpretiert, dass die Straße von Hormus nicht allein mit militärischen Mitteln befreit werden kann.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





