
Martenstein, Broder und Co: Warum sie nicht mehr links sind
Martenstein, Broder und Co : Warum sie nicht mehr links sind Von Philip Eppelsheim 16.05.2026, 17:45Lesezeit: 5 Min. Studentendemonstration im Jahr 1968 in FrankfurtWolfgang HautSie träumten als Achtundsechziger, Linke...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Martenstein, Broder und Co : Warum sie nicht mehr links sind Von Philip Eppelsheim 16. 2026, 17:45Lesezeit: 5 Min. Studentendemonstration im Jahr 1968 in FrankfurtWolfgang HautSie träumten als Achtundsechziger, Linke und Grüne von der sozialistischen Revolution.
Dann veränderten sich ihre Gedanken. In einem Sammelband beschreiben Broder, Martenstein, Nuhr und andere, wie es dazu kam. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Junge Linke von heute werden es wahrscheinlich kaum glauben können, dass alte weiße Männer wie Henryk M.
Die Einzelheiten
Broder, Harald Martenstein oder Dieter Nuhr einmal so waren wie sie und schon vor vielen Jahren ihren Beitrag zur sozialistischen Weltrevolution leisten wollten. Das gilt für fast alle der gut ein Dutzend Autoren, die Ulli Kulke und Reinhard Mohr in „Wenn das Denken die Richtung ändert“ versammelt haben. Es sind Männer und Frauen, die man heutzutage wohl kaum noch als Linke bezeichnen würde.
Fast alle aber sind ehemalige Achtundsechziger. Sie waren Linke und Grüne, träumten nicht nur von der Revolution, sondern arbeiteten auch an ihr. So wirkten beispielsweise Andreas Baader und Gudrun Ensslin für den Ulli Kulke von 1970 ein wenig wie Bonnie und Clyde.
Ihre Brandanschläge auf zwei Frankfurter Kaufhäuser waren da zwei Jahre her. Das Jahr 1970 war die Geburtsstunde der Roten Armee Fraktion. Oder Antonia Grunenberg: Auch sie war, wie so viele andere, davon überzeugt, dass es gute und schlechte Gewalt gebe, plädierte für den bewaffneten Kampf.
Was Experten sagen
Ein bisschen Spaß muss seinBei anderen ging es nicht so weit. Broder etwa bezeichnet sich selbst mit Blick auf sein ehemaliges Linkssein als Mitläufer, der eben dabei sein wollte. „Ich vermute, die jungen Leute, die heute für den Klimaschutz auf die Straße gehen, Kreuzungen besetzen und sich auf den Asphalt festkleben, handeln aus ähnlichen Motiven.
So wie es Roberto Blanco besungen hat: ,Ein bisschen Spaß muss sein, dann kommt das Glück von ganz allein . “Doch irgendwann war bei ihm und den anderen Schluss mit dem linken Glück und dem linken Spaß. Nicht einmal die Nackten der Kommune 1 konnten das verhindern.
Doch warum sollten sich die heutigen Linken (und alle anderen) für diese Reise in die Vergangenheit und das Ändern des Denkens überhaupt interessieren und es nicht einfach als das Geschwätz von früher einiger alter weißer Männer und Frauen abtun? Wenn etwa Dieter Nuhr von seiner Jugend erzählt, sind wir tief in den Siebzigerjahren, als die Teenies noch buntgefärbte Pullunder und Pythonlederstiefel trugen, es weder Internet noch Handys gab und man nicht vor der Klimaerwärmung, sondern vor der nächsten Eiszeit warnte. Uli Kulke, Reinhard Mohr (Hrsg.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





