
Massenlegalisierung: Spanien braucht Hunderttausende Migranten
Massenlegalisierung : Spanien braucht Hunderttausende Migranten Von Hans-Christian Rößler, Madrid 02.05.2026, 19:56 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Migranten warten Ende April vor dem Rathaus von Barcelona,...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Massenlegalisierung : Spanien braucht Hunderttausende Migranten Von Hans-Christian Rößler, Madrid 02. 2026, 19:56 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Migranten warten Ende April vor dem Rathaus von Barcelona, um die Einwanderungsamnestie zu beantragen.
dpa Spanien gibt immer wieder vielen Einwanderern Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen. Wie sind die Erfahrungen damit? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In den ersten Tagen waren die Warteschlangen endlos.
Die Einzelheiten
Menschen verbrachten in Spanien vor den Behörden die Nacht auf der Straße, um am nächsten Morgen ihren Antrag einzureichen. Mehr als eine halbe Million Migranten hoffen darauf, durch die größte Massenlegalisierung seit zwei Jahrzehnten eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung zu erhalten. Zum siebten Mal baut das südeuropäische Land Einwanderern eine Brücke in die Legalität.
Mehr als 1,2 Millionen Menschen profitierten in der Vergangenheit von diesen Programmen. Spanien braucht die Migranten. Bischöfe ebenso wie Unternehmer verteidigen die „Regularización masiva“ der linken Minderheitsregierung gegen Kritik der rechten Opposition.
Zusammen mit Hunderttausenden Spaniern hatten sie die sogenannte Volksgesetzinitiative unterstützt, die zu der jüngsten Legalisierung führte. Der Arbeitgeberverband CEOE hält sie für „notwendig“, denn Baugewerbe, die Landwirtschaft, Gastronomie und die Hotellerie benötigten dringend Mitarbeiter. Laut dem landwirtschaftlichen Branchenverband COAG konnten wegen fehlender Arbeitskräfte schon Ernten nicht eingebracht werden.
Was Experten sagen
In der Pflege fehlen rund 160. Die in der Vereinigung Confebús zusammengeschlossenen Transportunternehmen suchen Tausende Bus- und Lkw-Fahrer. Besonders in den Urlaubsorten wächst der Bedarf Im vergangenen Jahr besetzten Ausländer fast die Hälfte der neu geschaffenen Arbeitsplätze.
Besonders an den Urlaubsorten wächst der Bedarf: In diesem Jahr könnten zum ersten Mal mehr als 100 Millionen Touristen nach Spanien reisen. Laut Experten sind bis zum Jahr 2050 jährlich mehr als 200. 000 Migranten nötig, um Wachstum und Sozialstaat in Spanien aufrechtzuerhalten.
Studien der Universitäten Pompeu Fabra und Carlos III. schätzen, dass jeder legalisierte Migrant im Durchschnitt bis zu 4000 Euro mehr an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen einzahlt, als er an staatlichen Leistungen in Anspruch nimmt. Dass sie dabei den Einheimischen keine Arbeitsplätze wegnehmen, zeigt die Arbeitslosenquote, die nach 18 Jahren zu Jahresbeginn unter zehn Prozent sank.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





