
MDR setzt als Sparmaßnahme »Tatort«-Produktion für drei Jahre aus
Sparmaßnahmen MDR setzt »Tatort«-Produktion drei Jahre aus Die »Tatort«-Reihe ist das ARD-Erfolgsformat am Sonntagabend. Vom MDR soll es in den kommenden Jahren aber keine Neuproduktionen geben. Der Spardruck wirkt auch...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Sparmaßnahmen MDR setzt »Tatort«-Produktion drei Jahre aus Die »Tatort«-Reihe ist das ARD-Erfolgsformat am Sonntagabend. Vom MDR soll es in den kommenden Jahren aber keine Neuproduktionen geben. Der Spardruck wirkt auch auf einige weitere Bereiche.
20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Szene aus dem Dresden-»Tatort« »Nachtschatten« mit Cornelia Gröschel und Martin Brambach Foto: Steffen Junghans / MDR Die Bundesländer lehnten kürzlich eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab, gleichzeitig erhöht der neue Reformstaatsvertrag den Druck auf ARD, ZDF und Deutschlandradio.
Die Einzelheiten
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) reagiert nun mit einem drastischen Sparkurs. Betroffen sind Sendungsformate wie die Krimi-Reihen »Tatort« und »Polizeiruf«. Hier sollen drei Jahre lang keine neuen Folgen produziert werden.
»Die bislang durch die Bundesländer seit 1. 2025 nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags bedeutet für den MDR eine umfangreiche Budget-Kürzung«, teilt der Sender auf SPIEGEL-Anfrage mit: »Diese Situation zwingt den MDR zu strategischen Entscheidungen, die sich unvermeidbar auch auf den Umfang der MDR-Programmangebote auswirken werden. « Zuvor hatten die Nachrichtenagentur KNA sowie das Portal »Flurfunk« über die Maßnahmen berichtet.
MDR-Intendant Ralf Ludwig erläuterte die Sparmaßnahmen laut MDR am Montag dem Rundfunkrat, am Dienstag sollen diese im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung auch senderweit verkündet werden. Bild vergrößern MDR-Funkhaus in Halle Foto: dts Nachrichtenagentur / IMAGO Schleichender »Tatort«-AbschiedDer Abschied von »Tatort« und »Polizeiruf 110« soll schleichend erfolgen. Aktuell sind noch sechs Produktionen beauftragt, ein neuer Dresden-»Tatort« sollte am Montag noch vom Rundfunkrat genehmigt werden, berichtet der KNA.
Was Experten sagen
Doch das Gremium war demnach nicht beschlussfähig. Daher solle die Genehmigung jetzt im Umlaufverfahren erfolgen. »Der MDR hat bereits fertiggestellte und vertraglich fixierte Produktionen vorrätig, die in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen«, teilt der Sender mit.
Die ARD hatte erst kürzlich eine viermonatige »Tatort«-Sommerpause für 2026 angekündigt. Auch das könnte ein Zeichen für den Spardruck sein. Sollte das Modell Schule machen, müssten die ARD-Mitglieder weniger Folgen produzieren.
Wie der Onlinedienst »Flurfunk« weiter berichtet, will der MDR zusätzlich seine Social-Media-Aktivitäten um 30 Prozent reduzieren. Dazu gehört auch, dass Podcasts unter 6000 Hörern im Monat eingestellt werden sollen. Die Nachrichtensendung »MDR aktuell« soll dafür künftig enger mit den drei relativ autonomen Landesfunkhäusern des Senders in Erfurt, Magdeburg und Dresden zusammenarbeiten, um Kosten zu sparen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





