
medienverband der freien Presse: Philipp Welte gibt Chefposten im Zeitschriftenverband ab
medienverband der freien Presse : Philipp Welte gibt Chefposten im Zeitschriftenverband ab Von Michael Hanfeld 30.04.2026, 14:56 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Philipp Welte kandidiert nicht für eine...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. medienverband der freien Presse : Philipp Welte gibt Chefposten im Zeitschriftenverband ab Von Michael Hanfeld 30. 2026, 14:56 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Philipp Welte kandidiert nicht für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender des Medienverbands der freien Presse.
Lando Hass Im vergangenen Dezember verabschiedete sich Philipp Welte aus dem Vorstand von Burda. Jetzt gibt er den Vorsitz im Medienverband der freien Presse (MVFP) ab. Er geht mit einem flammenden Appell.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Beim Verband der Zeitschriftenverleger, dem Medienverband der freien Presse (MVFP), endet eine Ära. Der Vorsitzende Philipp Welte kandidiert nicht für eine weitere Amtszeit und gibt seinen Posten ab. Er habe „die Verantwortung des Vorsitzenden der Publikumsmedien und dann die Rolle des Vorstandsvorsitzenden mit Liebe und aus Leidenschaft über lange Jahre getragen“, schrieb Welte den rund 350 Mitgliedsverlagen des MVFP.
Das habe er auch in den vergangenen vier Monaten gekonnt, „dank der Unterstützung und des Rückhalts von Hubert Burda Media und der Familie Burda, in deren Unternehmen ich seit Ende 2008 als Vorstand Verantwortung für die publizistischen Geschäfte hatte“. Diese Verantwortung habe er bekanntlich abgegeben, und schon im Dezember 2025 bei seinem Abschied gesagt, dass er „auch keine exekutive Rolle in einem anderen Verlag mehr anstrebe“. „Operative Verankerung“ und „politische Verantwortung“ „In so herausfordernder Zeit wie heute“ erscheine es ihm notwendig, so Welte, dass „operative Verankerung in einem Verlag und politische Verantwortung“ im Verband miteinander verbunden seien, dies sei in der Satzung auch festgeschrieben.
Vor diesem „sehr rationalen Hintergrund“ habe er sich entschlossen, im Juni nicht mehr für das Amt des Vorstandsvorsitzenden zu kandidieren. Welte ist seit Ende 2022 Vorsitzender des MVFP, der zuvor Verband der Deutschen Zeitschriftenverleger (VDZ) geheißen hatte. Die Reorganisation des Verbands hatte er tatkräftig vorangetrieben und dafür gesorgt, dass die Verlage erkannten, wie wichtig es ist, gerade der Politik gegenüber mit einer Stimme zu reden.
Was Experten sagen
Dem Kampf gegen die Übermacht der Plattformkonzerne verschrieb sich Welte mit Haut und Haaren. Dass er bei Burda im vergangenen Dezember aus dem Vorstand ausschied und nicht – wie eigentlich zu erwarten – in den Verwaltungsrat wechselte, dürfte sich für das Medienhaus noch als negativ erweisen. „Hinter uns“, schreibt Welte zum Abschied, liege „eine Phase der Desillusionierung“.
Man habe erkennen müssen, „dass die digitale Medienwelt, in die wir Verlage über Jahrzehnte Milliarden investiert haben, keine freie Welt ist, kein freier Markt, sondern heute beherrscht wird von den mächtigsten Unternehmen, die es jemals auf unserem Planeten gegeben hat.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





