
Mercedes-Chef Källenius hält Einstieg in Rüstungsproduktion für denkbar
Deutsche Autoindustrie in der Krise Mercedes-Chef Källenius hält Einstieg in Rüstungsproduktion für denkbar Tarnfarbe statt Scharzmetallic: Der Autohersteller Mercedes-Benz erwägt, stärker ins Rüstungsgeschäft...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Deutsche Autoindustrie in der Krise Mercedes-Chef Källenius hält Einstieg in Rüstungsproduktion für denkbar Tarnfarbe statt Scharzmetallic: Der Autohersteller Mercedes-Benz erwägt, stärker ins Rüstungsgeschäft einzusteigen. Ein Konkurrent hat bereits sehr konkrete Pläne. 11 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Militär-Lkw der Daimler Truck AG Foto: Product Communications Daimler Trucks & Buses / Daimler Truck AG Mercedes-Benz hat sich offen für einen Einstieg in die Rüstungsproduktion gezeigt. Ein solcher Schritt müsse jedoch wirtschaftlich sinnvoll sein, sagte Konzernchef Ola Källenius dem »Wall Street Journal« .
Die Einzelheiten
»Die Welt ist unberechenbarer geworden, und ich denke, es ist völlig klar, dass Europa seine Verteidigungsfähigkeit ausbauen muss«, erklärte der Manager der Zeitung und fügte hinzu: »Sollten wir dabei eine positive Rolle spielen können, wären wir dazu bereit. « Mercedes ist bereits im Verteidigungssektor aktiv. Der Autohersteller hatte 2021 seine Lkw-Sparte ausgegliedert, blieb aber weiterhin deren größter Anteilseigner.
Die Daimler Truck Holding AG stellt auch Lastkraftwagen für militärische Zwecke her. Zudem bietet der Konzern seinen Geländewagen, die G-Klasse, als Militärfahrzeug an. »Eine wachsende Nische«Källenius verwies auf die Stärken von Mercedes als Großserienhersteller, die im Rüstungssektor von Vorteil seien.
Das Unternehmen sei außerordentlich gut darin, »hochwertige Präzisionsmaschinen in großen Stückzahlen zu bauen«, sagte er. Der Bereich Rüstung werde »nur einen geringen Anteil unseres Geschäfts« ausmachen, prognostizierte Källenius. »Es könnte sich jedoch um eine wachsende Nische handeln, die auch zu unseren Geschäftsergebnissen beitragen könnte.
Was Experten sagen
« Mehr zum Thema Bericht über Verhandlungen: Produziert VW in Osnabrück bald Teile für den Iron Dome? Standort in Osnabrück: VW-Chef Blume will ins Rüstungsgeschäft einsteigen Boom der Rüstungsindustrie: Panzer statt Porsche ist keine Lösung für Deutschland Ein Kommentar von Martin Hesse Beim Konkurrenten Volkswagen gibt es ähnliche Überlegungen – und sogar schon konkrete Pläne. Das VW-Werk in Osnabrück könnte künftig auf die Produktion von Militärfahrzeugen umgestellt werden.
Der israelische Rüstungskonzern Rafael möchte dort Teile für das Flugabwehrsystem Iron Dome als Bestandteil der europäischen Flugabwehr herstellen. Bis Ende des Jahres soll einem Medienbericht zufolge ein Joint Venture von Rafael und VW gegründet werden – mehr dazu hier. Es gehe um die gemeinsame Produktion »vom Unterbau bis zur Fahrzeugkomponente für Fahrzeuge, die Kampftechnik transportieren können«, hieß es demnach aus dem Umkreis der laufenden Verhandlungen.
Mehr zum Thema im Kommentar: Panzer statt Porsche ist keine Lösung für Deutschland Auch in den USA ist das Rüstungsgeschäft Thema bei Autoherstellern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





