
Meryl Streep: Jenseits von Prada
Meryl Streep : Jenseits von Prada Von Maria Wiesner 30.04.2026, 06:52 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Meryl Streep bei der Pressekonferenz zum Filmstart von „Der Teufel trägt Prada 2“ in Südkorea. EPA Mit...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Meryl Streep : Jenseits von Prada Von Maria Wiesner 30. 2026, 06:52 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Meryl Streep bei der Pressekonferenz zum Filmstart von „Der Teufel trägt Prada 2“ in Südkorea.
EPA Mit 40 kam für Frauen in Hollywood das Karriereende. Meryl Streep aber ließ sich das nicht gefallen. Wie blieb sie bis heute erfolgreich?
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Noch bis vor Kurzem galt in Hollywood: Mit dem vierzigsten Geburtstag ist die Karriere für Schauspielerinnen vorbei. Meryl Streep erlebte das noch. Pünktlich mit Überschreiten der Altersgrenze blieben in den Neunzigerjahren für sie die attraktiven Rollenangebote aus.
Aber Streep machte stur weiter – und wurde zum Vorbild. 1949 in New Jersey geboren, spielte sie nach ihrem Schauspielstudium in Yale zunächst Theater, wo Robert DeNiro sie entdeckte. Regisseur Michael Cimino schlug er vor, die junge Frau für die Rolle seiner Freundin im Antikriegsfilm „Die durch die Hölle gehen“ (1978) zu besetzen.
Es war Streeps Durchbruch. Ein Jahr darauf war sie gegenüber Dustin Hoffman im Scheidungsdrama „Kramer gegen Kramer“ zu sehen. Schon als sie das Drehbuch las, nahm Streep sich heraus, Änderungen vorzuschlagen.
Was Experten sagen
Die Frau sei zu bösartig, ginge das nicht realistischer? Das imponierte Regisseur Robert Benton; er ließ Streep die Freiheit, ihre Dialoge selbst zu schreiben. Keine andere hat so viele Oscarnominierungen erhalten Zur Vorbereitung auf die Rolle sprach Streep mit ihrer eigenen Mutter, einer bildenden Künstlerin, über deren Erfahrungen als arbeitende Frau mit Kindern.
Filmpartner Dustin Hoffman lobte später Streeps harte Arbeit: Wenn sie drehe, denke sie über nichts anderes nach als das, was sie gerade tue. Für diese Hingabe erhielt sie den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Drei Jahre später folgte ein zweiter für ihre Hauptrolle im Holocaustdrama „Sophies Entscheidung“.
Damit war sie als Charakterdarstellerin für Dramen etabliert. In den Achtzigerjahren vertiefte sie dieses Profil, spielte eine engagierte Gewerkschafterin („Silkwood“), verkörperte die Autorin Karen Blixen („Jenseits von Afrika“) und eine New Yorker Kolumnistin in Nora Ephrons „Sodbrennen“. Dass es wenig interessante Rollen für Frauen jenseits der Dreißig gab, prangerte Streep immer wieder in Interviews an, ebenso die ungleiche Bezahlung männlicher und weiblicher Filmschaffender.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





