
Nach Unfall in den USA: Darum sind Formationskunstflüge so gefährlich
Nach Unfall in den USA : Darum sind Formationskunstflüge so gefährlich Von Jürgen Schelling 18.05.2026, 22:15Lesezeit: 3 Min. Nach der Kollision: Vier Crewmitglieder retten sich mit ihren Fallschirmen.ReutersDer vierte...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nach Unfall in den USA : Darum sind Formationskunstflüge so gefährlich Von Jürgen Schelling 18. 2026, 22:15Lesezeit: 3 Min. Nach der Kollision: Vier Crewmitglieder retten sich mit ihren Fallschirmen.
ReutersDer vierte Unfall innerhalb von drei Jahren: Bei einer Airshow in Idaho stoßen zwei Militärflugzeuge zusammen. Dieses Mal können sich die Crewmitglieder retten – doch das Risiko bei solchen Vorführungen ist enorm. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Am Sonntag sind zwei amerikanische Militärflugzeuge vom Typ EA-18G Growler bei einer Vorführung im Rahmen der Gunfighter Airshow auf der Mountain Home Air Force Basis im Bundesstaat Idaho zusammengestoßen.
Die Einzelheiten
Beide Flugzeuge stürzten ab. Den Piloten und den weiteren Crewmitgliedern an Bord der Jets gelang es, sich nach der Kollision mit den Schleudersitzen zu retten. Nach ersten Informationen überlebten alle vier Beteiligten den Crash und die Landung am Fallschirm.
Die EA-18G ist eine spezielle Version des zweistrahligen Kampfjets F/ 18. Sie dient der elektronischen Kriegsführung und ist mit speziellen elektronischen Störsystemen ausgerüstet. Die Crews der beiden Flugzeuge treten unter dem Namen „Vikings“ bei Airshows in den Vereinigten Staaten auf.
Erst im Dezember 2025 war bei einer Trainingseinheit des Kunstflugteams der amerikanischen Air Force ein einsitziger Lockheed-Martin F-16C-Jet abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Da bei einem derartigen Ausschuss mutmaßlich bei mehr als 400 Kilometern pro Stunde etwa das 15-fache des Körpergewichts auf einen Piloten einwirkt, wird er anschließend vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Was Experten sagen
Der Absturz der beiden Flugzeuge in Idaho ist der vierte Unfall von Militärjetformationen innerhalb von drei Jahren. Im Mai 2025 berührten sich drei Flugzeuge der italienischen Formation „Frecce Tricolori“ in der Luft. Alle konnten landen, eines der Flugzeuge rutschte aber nach der Landung auf Sizilien von der Landebahn und wurde schwer beschädigt.
September 2023 war ebenfalls ein Militärjet der „Frecce Tricolori“ nahe Turin abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz befreien. Am Boden wurde aber eine Fünfjährige getötet, und ihr Bruder und die Eltern wurden schwer verletzt, als sie, im Auto fahrend, vom Wrack des Flugzeugs getroffen wurden.
Formationsmanöver bergen immer ein RisikoDas Risiko fliegt bei derartigen Formationskunstflugmanövern mit Jets immer mit. Dabei werden ohnehin nur die jeweils talentiertesten Militärpiloten eines Landes in deren nationale Jet-Kunstflugstaffeln aufgenommen. Das sind etwa die französische „Patrouille de France“, die italienischen „Frecce Tricolori“, die amerikanischen „Blue Angels“ und „Thunderbirds“, in der Schweiz die „Patrouille Suisse“ und in England die „Red Arrows“.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





