
Naturparadies mit Golfplatz: Exzentrisch in Yorkshire
Naturparadies mit Golfplatz : Exzentrisch in Yorkshire Von Susanne Kippenberger 09.05.2026, 10:08Lesezeit: 5 Min. Das Waterton Park Hotel in West YorkshireBen Cumming, Ian TownendCharles Waterton war nicht nur...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Naturparadies mit Golfplatz : Exzentrisch in Yorkshire Von Susanne Kippenberger 09. 2026, 10:08Lesezeit: 5 Min. Das Waterton Park Hotel in West YorkshireBen Cumming, Ian TownendCharles Waterton war nicht nur Naturforscher und Exzentriker – er war auch seiner Zeit voraus.
Zu Besuch in seinem ummauerten Paradies in West-Yorkshire in England, wo man heute übernachten kann. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Auf einem Krokodil ist er geritten, noch im hohen Alter gelenkig auf die höchsten Bäume geklettert, und zur Vorbeugung gegen Erkältungen trank er sein eigenes Blut. Keine Frage: Charles Waterton, Tierpräparator, Buchautor und sanfte Seele, war ein englisches Original, wie es im Buche steht.
Die Einzelheiten
Er steht auch in einem, Edith Sitwells Klassiker „Englische Exzentriker“. Nur war Waterton weit mehr als der skurrile Kauz, als den ihn die Schriftstellerin schildert. Mag er auch 1865, mit 83 Jahren, gestorben sein – er war ein Mann des 21.
Einer, der – unerhört für die damalige Upper Class – Tiere behütete statt sie zu jagen. In diesem Mai wird in West Yorkshire der 200. Geburtstag jener drei Meilen langen Mauer gefeiert, mit der der Ökopionier seinen Park in das erste Naturschutzgebiet Großbritanniens verwandelte.
Einen ganzen Monat lang wird das WallFest gefeiert, mindestens eine Veranstaltung pro Tag: Bird Watching, Wanderungen, Vorträge, Museumsbesuche und vieles mehr. Mai, und er fand im Waterton Park Hotel statt, Watertons einstigem Zuhause. Das erste und letzte Mal, das er auf einem Kaiman saß: Charles Waterton.
Was Experten sagen
Wakefield MuseumAls Katholiken, die an ihrem Glauben festhielten, auch nachdem Heinrich der VIII. den Protestantismus aus amourösen Gründen zur Staatsreligion erklärt hatte, hatte die Familie nicht nur Land und Vermögen verloren, sondern auch viele Privilegien. Katholiken durften weder Richter noch Parlamentarier werden, ja nicht einmal studieren.
Also machte die Familie in Südamerika Geschäfte, wobei sie von der Sklaverei profitierte, auch wenn Charles Waterton sie als unmenschlich verurteilte. In Guyana konnte Charles Waterton seine Liebe zur Natur, seine Lust an Forschung und Abenteuer in vollen Zügen ausleben. Entsetzt stellt er bei seiner Rückkehr zu Beginn des 19.
Jahrhunderts daher fest, wie breit die Industrie sich rund um Wakefield, südlich von Leeds, gemacht hatte, wie weit die Umweltverschmutzung, die Zerstörung von Flora und Fauna in Yorkshire schon gediehen war. Naturforscher und Exzentriker: Charles WatertonIan TownendEr protestierte gegen die Rodung von Wäldern, wurde ausgelacht, weil er die verheerenden Folgen sauren Regens benannte. Eine besonders viel Schadstoffe emittierende Seifenfabrik hat er mit Erfolg verklagt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





