
Nächtliche Ruhestörung: Ungebetener Gast
Nächtliche Ruhestörung : Ungebetener Gast Ein Kommentar von Julia Fietz 08.05.2026, 15:25Lesezeit: 2 Min. Niedlicher Giftzwerg: Der GartenschläferdpaVor zwei Jahren hat das Insektenhotel auf dem Balkon eröffnet. Seitdem...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nächtliche Ruhestörung : Ungebetener Gast Ein Kommentar von Julia Fietz 08. 2026, 15:25Lesezeit: 2 Min. Niedlicher Giftzwerg: Der GartenschläferdpaVor zwei Jahren hat das Insektenhotel auf dem Balkon eröffnet.
Seitdem brummt und summt der Laden. Bis der Gartenschläfer Langeweile bekommt. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der ganze handwerkliche Stolz besteht aus Bambusröhrchen, Holzscheiten mit Löchern und Lehm.
Die Einzelheiten
Aus journalistischer Neugierde bauten wir vor zwei Jahren ein Insektenhotel, das den qualitativen Ansprüchen eines Biologen standhalten kann. Trotz Verbesserungsvorschlägen — der Anbau eines Vogelschutzdrahts sei wünschenswert — bescheinigte dieser damals, es würden auf jeden Fall Gäste einziehen. Übersetzt für die Menschenwelt bescheinigten wir uns mindestens drei, eher vier Sterne und setzten auf Mundpropaganda.
Der Biologe unseres Vertrauens sollte recht behalten. Mit jedem Tag fanden mehr Insekten den Weg zum Hotel Balkonien. Der Ruf eilte dem Haus in diesem Jahr voraus.
Trotz fehlender Begrünung summt und brummt der Laden wie verrückt. Die Wespen und Mauerbienen, die ihre Eier in den zarten Baumbusröhrchen und massiven Holzscheiten ablegen, streiten sich regelrecht um den Platz. Sie schubsen sich im Flug weg, es ist ein großes Schauspiel.
Was Experten sagen
Seit ein paar Tagen ist Ruhe eingekehrt, die Löcher sind versiegelt. Bis der Gartenschläfer Langeweile bekommt. Und wir senkrecht im Bett sitzen.
Der Gartenschläfer quiekt und schnattertDazu muss man wissen: Das Hotel steht direkt vor dem nur mittelgut abgedichteten Schlafzimmerfenster, feinste Altbauqualität. Außerdem funktioniert die Mundpropaganda über unsere Gastfreundlichkeit so gut, dass sie die Grenzen im Tierreich überwindet. Seit dem vergangenen Herbst schaut der kleine Nager mit der Zorro-Masken-Färbung vorbei.
Das kleinste Geräusch reichte vor ein paar Monaten noch aus, um ihn zu vertreiben. Der Winterschlaf hat ihm die Schüchternheit gänzlich ausgetrieben. Nachts wütet der Nager wie ein Rockstar auf Drogen im Hotel.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





