
News: Mossad, Iran, Friedrich Merz, Putschversuch Türkei 2016
Die Lage am Morgen Wer braucht schon eine Netflix-Serie, wenn es den Mossad gibt? Von Özlem Topçu Heute geht es um einen filmreifen Plan des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad für einen Regimewechsel in Iran, um...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Die Lage am Morgen Wer braucht schon eine Netflix-Serie, wenn es den Mossad gibt? Von Özlem Topçu Heute geht es um einen filmreifen Plan des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad für einen Regimewechsel in Iran, um die Schwäche des Kanzlers und um den zehnten Jahrestag des Putschversuchs in der Türkei. 42 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Was für ein Plan! Stellen Sie sich vor, Sie sind Produzentin bei einem großen Streamingdienst und ein Autor oder eine Autorin bewirbt sich mit folgendem Drehbuch-Plot bei Ihnen: Der Geheimdienst eines westlich orientierten Staates will die Machthaber eines Paria-Staates in seiner Region beseitigen – mithilfe eines ehemaligen Präsidenten dieses unliebsamen Staates, der dann anstelle der aktuellen Machthaber installiert werden soll.
Die Einzelheiten
Und mit Unterstützung der kampferprobten Miliz einer oppositionellen Minderheit, die auf die Hauptstadt vorrücken soll. Bild vergrößern Irans Ex-Präsident Ahmadinejad: Sollte nach der Beseitigung der Machthaber an ihre Stelle treten Foto: Sobhan Farajvan / Pacific Press Agency / IMAGO Kontakt zu dem ehemaligen Präsidenten des Paria-Staates, der zuvor mit Vernichtungsfantasien gegenüber dem anderen Staat auffiel, baut der Geheimdienst über einen Trick auf: Er bewegt einen befreundeten dritten Staat dazu, einen Universitätsdirektor zu rekrutieren, der seinerseits eine Klimakonferenz nur aus dem Grund organisieren soll, um den ehemaligen Präsidenten einzuladen und damit einen Vorwand für eine Reise in dieses Land zu schaffen. Das Ziel: ein persönliches Treffen des Chefs des Geheimdienstes mit dem ehemaligen Präsidenten.
Klingt verrückt, kompliziert, übertrieben, unrealistisch. Für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad (ein Interview mit einem ehemaligen Agenten lesen Sie hier ) schien ein solcher Plan umsetzbar. Seit 2024 arbeitete er an einem Regimewechsel in Iran – so zeigen es Recherchen der israelischen Tageszeitung »Haaretz« und der »New York Times« (mehr dazu hier ).
Ausgerechnet Holocaustleugner und Ex-Präsident Mahmoud Ahmadinejad (mehr über ihn hier) sollte nach der Beseitigung der Machthaber an ihre Stelle treten. Die Klimakonferenz fand an der Ludovica-Uni in Budapest statt. Viele hochrangige Verantwortliche in Israel und den USA zeigten sich laut der Recherche skeptisch, ob der Regimewechsel gelingen könnte – darunter US-Vize JD Vance, Außenminister Marco Rubio (»Bullshit«), CIA-Direktor John Ratcliffe (»Farce«).
Auf israelischer Seite warnten der Nationale Sicherheitsberater, der Generalstabschef, der Militärgeheimdienst. Doch Premier Benjamin Netanyahu soll fest an den Plan geglaubt haben – und schaffte es offenbar zunächst auch, US-Präsident Donald Trump dafür zu gewinnen. Doch der Plan scheiterte, wie wir heute wissen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





