
Nina und Maximilian Hugendubel: „Buchhändler ist ein Traumberuf“
Nina und Maximilian Hugendubel : „Buchhändler ist ein Traumberuf“ Von Tillmann Neuscheler 12.05.2026, 13:03Lesezeit: 5 Min. Nina und Maximilian Hugendubel stehen in der Münchener Filiale am Marienplatz.Felix Kaspar...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nina und Maximilian Hugendubel : „Buchhändler ist ein Traumberuf“ Von Tillmann Neuscheler 12. 2026, 13:03Lesezeit: 5 Min. Nina und Maximilian Hugendubel stehen in der Münchener Filiale am Marienplatz.
Felix Kaspar RosicHugendubel war Deutschlands erste große Buchhandelskette. Kann das Unternehmen mithilfe der Tchibo-Eigentümer der Internetkonkurrenz trotzen? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als ihr Vater im Jahr 1979 mit der Eröffnung des ersten großen Buchkaufhauses am Münchener Marienplatz den deutschen Buchhandel revolutionierte, war Nina Hugendubel noch ein Kind: Dennoch kann sie sich gut daran erinnern: „Das Tollste waren die Rolltreppen“, sagt sie im Gespräch mit der F.
Die Einzelheiten
, so etwas gab er vorher nicht in deutschen Buchläden. Lediglich in Düsseldorf war die Buchhandlung Stern-Verlag damals noch größer, doch daraus entstand keine Kette. Das Hugendubel-Buchkaufhaus war ein Meilenstein für die Branche: Auf einer Fläche von mehr als 2200 Quadratmetern, verteilt über mehrere Etagen, wurde den Kunden ein frei zugängliches Großsortiment präsentiert.
Auf Leseinseln dürfen die Kunden seither vor dem Kauf in den Büchern schmökern. „Vorher glichen Buchläden eher Apotheken“, erzählt Nina Hugendubel, „der Buchhändler hat dem Kunden ein gewünschtes Buch oft erst auf Nachfrage aus dem geschlossenen Schrank gereicht. “Das Buchkaufhaus war von Anfang an ein „rauschender Erfolg“, erzählt Nina Hugendubel, obwohl die Branche im Vorfeld skeptisch gewesen sei, ob ihr Vater die hohe Miete einer so großen Fläche im Herzen der Münchener Innenstadt und den hohen Wareneinsatz für die vielen Bücher überhaupt stemmen kann.
Und eröffnete später weitere große Buchkaufhäuser. Hugendubel stieg auf zur ersten großen deutschen Buchhandelskette. Hugendubel erwirtschaftet rund ein Drittel seiner Umsätze onlineMittlerweile hat sich der Markt abermals stark gewandelt.
Was Experten sagen
Der Buchhandel war die erste Branche, die von der Digitalisierung voll in die Mangel genommen wurde. Rund ein Viertel der Branchenumsätze wird heute online erwirtschaftet, davon wiederum entfällt rund die Hälfte auf Amazon. Oft docken ältere Buchhändler, die in den Ruhestand gehen wollen und keine Nachfolger finden, ihre Geschäfte an Filialketten an.
Neben Hugendubel sind mit Thalia und Osiander weitere Ketten entstanden, Thalia ist mit mehr als 420 Buchhandlungen in Deutschland inzwischen sogar deutlich größer als Hugendubel. „Die Konsolidierung wird weitergehen“, glaubt Maximilian Hugendubel: „Das Buchhandelsgeschäft ist mit dem Onlinehandel, Apps und den vielen Social-Media-Kanälen so komplex geworden, dass unabhängige Buchhändler das kaum noch allein leisten können. “ Ähnlich wie Thalia bietet Hugendubel unabhängigen Buchhandlungen auch ein Partnermodell an.
Hugendubel übernimmt dann – je nach Absprache – nur bestimmte Aufgaben, etwa die Logistik, die Sortimentsgestaltung oder das Onlinegeschäft.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





