
NSDAP-Kartei: »Wer nicht in der Partei war, ist nicht automatisch schuldlos.«
Recherche zur NS-Familiengeschichte »Wer nicht in der Partei war, ist nicht automatisch schuldlos« In der KZ-Gedenkstätte Neuengamme kann man lernen, über Vorfahren in der Nazizeit zu recherchieren – und mit den...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Recherche zur NS-Familiengeschichte »Wer nicht in der Partei war, ist nicht automatisch schuldlos« In der KZ-Gedenkstätte Neuengamme kann man lernen, über Vorfahren in der Nazizeit zu recherchieren – und mit den Ergebnissen umzugehen. Hier erzählt Gedenkstättenleiter Oliver von Wrochem, was Teilnehmer dabei oft überrascht. Ein Interview von Christoph Gunkel 12.
20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern KZ-Gedenkstätte Neuengamme: Seminare für Nachfahren von NS-Tätern am Ort des Verbrechens Foto: Jürgen Ritter / IMAGO Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. SPIEGEL: Herr von Wrochem, seit 2009 geben Sie in der KZ Gedenkstätte Neuengamme Rechercheseminare für Nachfahren von NS-Tätern und Täterinnen. Wie kam es zu dieser Idee?
Oliver von Wrochem: Die Wehrmachtausstellung, die ab 1995 die Verbrechen einfacher Soldaten thematisierte, hat uns inspiriert. Zudem gehörte das inhaltlich immer schon zu unserer Arbeit: Das KZ Neuengamme war nicht nur ein Ort des unvorstellbaren Leidens, sondern auch der Täterschaft. Wir haben als erste Gedenkstätte so ein Programm aufgesetzt.
Seitdem haben wir mehr als 1500 Seminarteilnehmer begleitet. Anfangs kamen viele Kinder von NS-Tätern, inzwischen sind es meist Enkel oder Urenkel. SPIEGEL: Gehen die Generationen unterschiedlich mit der Täterschaft in der Familie um?
Was Experten sagen
von Wrochem: Wer den geliebten Vater oder Opa, die liebevolle Mutter oder Oma, noch persönlich kennengelernt hat, für den ist das oft schwieriger. Es gibt aber auch das Phänomen der radikalen Distanzierung von den Eltern, das in der 68er-Generation aufkam. Niklas Frank etwa hat das gemacht, der Sohn von Hans Frank, der als Generalgouverneur in den besetzten Gebieten Polens wütete.
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Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





