
OECD-Bericht: Landwirtschaft: Produktion rauf, Belastungen teils runter
OECD-Bericht : Landwirtschaft: Produktion rauf, Belastungen teils runter Von Katja Gelinsky, Berlin 13.05.2026, 09:14Lesezeit: 3 Min. Der Verlust der Artenvielfalt durch die Landwirtschaft gibt weiterhin Anlass zur...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. OECD-Bericht : Landwirtschaft: Produktion rauf, Belastungen teils runter Von Katja Gelinsky, Berlin 13. 2026, 09:14Lesezeit: 3 Min. Der Verlust der Artenvielfalt durch die Landwirtschaft gibt weiterhin Anlass zur Sorge.
dpaDie OECD hat neue Zahlen zu Umwelttrends in der Landwirtschaft vorgelegt. Auf weniger Fläche wird mehr angebaut. Aber es gibt nicht nur Fortschritte.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Landwirtschaft ist auf Flächen, Wasser, Düngemittel und Energie angewiesen. Nahrungsmittelproduktion belastet damit notgedrungen Natur und Umwelt. Aber die gute Nachricht ist: Der Ressourcenverbrauch sinkt tendenziell, während die landwirtschaftliche Produktion deutlich gesteigert werden konnte.
Von einem „allgemeinen Muster der Entkoppelung“ in den Jahren 1990 bis 2023 ist in einem neuen Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Rede. Schlechte Nachrichten gibt es indes vor allem zu den Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Artenvielfalt: Die Population von Feldvögeln ging in dem Berichtszeitraum in 22 der 27 OECD-Mitgliedstaaten weiter zurück, die diesen Indikator für die Biodiversität beobachten. Diese Entwicklung sei „besorgniserregend“, heißt es in dem Bericht.
Nur fünf Länder der insgesamt 30 OECD-Mitgliedstaaten meldeten einen positiven Trend. Das Gesamtbild zeige den Bedarf an gezielten agrarökologischen Maßnahmen, um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen. „Die Umweltbilanz der Landwirtschaft in den OECD Ländern 2026“ wurde am Mittwoch in Paris veröffentlicht.
Was Experten sagen
Produktionsanstieg um 33 ProzentVon 1990 bis 2023 stieg die landwirtschaftliche Produktion in den Mitgliedsländern um 33 Prozent. In diesem Zeitraum ging die landwirtschaftliche Nutzfläche um fast 11 Prozent zurück. Der Einsatz von Wasser, Düngemitteln und Energie in der Landwirtschaft wuchs insgesamt langsamer als die landwirtschaftlichen Erträge.
Bei der Verwendung von Stickstoff- und Phosphordünger deuteten die Zahlen auf eine absolute Entkoppelung hin, heißt es in dem Bericht: Bei steigender landwirtschaftlicher Produktion sank der Einsatz von Stickstoff im Jahresdurchschnitt um 0,24 Prozent und der von Phosphor um 0,53 Prozent. Ursächlich dafür sei vor allem der geringere Einsatz von Düngemitteln in den Jahren 2021 bis 2023 gewesen. In diesem Zusammenhang wird auf die Preisschocks infolge des Ukrainekrieges im Jahr 2022 verwiesen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





