
PCK-Raffinerie: „Es ist noch Öl in der Pipeline“
PCK-Raffinerie : „Es ist noch Öl in der Pipeline“ Von Stefan Paravicini, Potsdam 01.05.2026, 17:24 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Muss nun ohne Öl aus Kasachstan auskommen: Die PCK-Raffinerie versorgt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. PCK-Raffinerie : „Es ist noch Öl in der Pipeline“ Von Stefan Paravicini, Potsdam 01. 2026, 17:24 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Muss nun ohne Öl aus Kasachstan auskommen: Die PCK-Raffinerie versorgt weite Teile Ostdeutschlands.
Russland stoppt den Rohöltransit nach Deutschland. Die PCK-Raffinerie sucht nach Alternativen. Zunächst läuft der Betrieb ohne Beeinträchtigung weiter.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Eine der größten Raffinerien in Deutschland fährt auf Reserve: Zum 1. Mai hat Russland die Durchleitung von kasachischem Rohöl nach Deutschland über die Pipeline „Freundschaft“ (Druschba) gestoppt. Betroffen ist die PCK-Raffinerie im Nordosten von Brandenburg, die zuletzt gut zwei Millionen Tonnen Rohöl aus Kasachstan über die Druschba-Pipeline bezog.
Das ist ein Fünftel der Rohölmenge, die 2025 in der Raffinerie verarbeitet wurde. Der Betrieb der PCK-Raffinerie läuft zunächst ohne Beeinträchtigung weiter. „Technische Probleme bekommen wir vorerst nicht, wir werden die Anlagen von derzeit 90 Prozent Auslastung aber auf 80 Prozent herunterfahren“, sagt Danny Ruthenburg, der Vorsitzende des Betriebsrats der PCK.
„Es sind auch noch Ölreserven in der Pipeline und in den Tanklagern. “ Bis der Ölzufluss aus Kasachstan ganz versiegte, vergingen noch Tage. Die PCK zählt zu den größten Raffinerien in Deutschland und versorgt weite Teile von Ostdeutschland, Berlin, den Flughafen BER und Westpolen.
Was Experten sagen
Als der Kreml in der vergangenen Woche ankündigte, den Transport von kasachischem Rohöl Richtung Deutschland aus „technischen“ Gründen zu stoppen, wuchsen deshalb die Sorgen über Versorgungsengpässe. Doch die Versorgungssicherheit in der Hauptstadtregion ist nicht gefährdet, betonte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch. 80 Prozent Auslastung im Mai Die Raffinerie werde über den Monat Mai eine Auslastung von 80 Prozent erreichen, sagte Woidke nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung der PCK-Raffinerie, an dem unter anderem auch Vertreter der Bundesregierung teilnahmen.
Eine Auslastung von 80 Prozent gilt als untere Grenze für einen profitablen Betrieb der Anlage. Auf Dauer lässt sich dieses Niveau ohne die ausbleibenden Mengen aus Kasachstan aber nicht halten. Der technische Betrieb sei zwar auch dann nicht gefährdet, wenn die Reserven in den Tanklagern in den nächsten Wochen schwänden und der Ersatz für kasachisches Rohöl ausbleiben sollte, sagt Ruthenburg.
„Aber wenn man dauerhaft bei einer niedrigen Auslastung von 65 bis 70 Prozent liegt, ist mit wirtschaftlichen Folgen zu rechnen. “ Ob dieses Szenario im Sommer vermieden werden kann, hängt maßgeblich von den laufenden Gesprächen der Bundesregierung mit Polen ab. Die Verbindung mit dem Ölhafen in Danzig über die „Pommersche Leitung“ des staatlichen polnischen Pipelinebetreibers PERN gilt als einzige Versorgungsroute, über die der Ausfall der Druschba-Pipeline für die PCK-Raffinerie kurzfristig kompensiert werden kann.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





