
Pendlerpauschale auf Streichliste: Wie das Sparen zur Steuererhöhung wird
Pendlerpauschale auf Streichliste : Wie das Sparen zur Steuererhöhung wird Ein Kommentar von Patrick Bernau 04.05.2026, 11:23 Lesezeit: 1 Min. Bildbeschreibung ausklappen Finanzminister Lars Klingbeil präsentiert den...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Pendlerpauschale auf Streichliste : Wie das Sparen zur Steuererhöhung wird Ein Kommentar von Patrick Bernau 04. 2026, 11:23 Lesezeit: 1 Min. Bildbeschreibung ausklappen Finanzminister Lars Klingbeil präsentiert den Bundeshaushalt EPA Wer von „Sparen“ sprach, wollte mal Geld aufs Konto legen.
Dann ging es nur noch darum, weniger neue Schulden zu machen. Und jetzt heißt das Wort in der Politik etwas ganz anderes. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Wort „Sparen“ macht in der Bundespolitik eine ganz ungewöhnliche Karriere.
Die Einzelheiten
Eigentlich bedeutet zu sparen ja, Geld zurückzulegen, sodass man es später noch hat. Manche Leute sagen auch „Ich muss sparen“, obwohl sie kein Geld zurücklegen wollen, sondern weniger ausgeben. Wer nicht ganz blauäugig ist, muss aber schon lange wissen: Diese Bedeutungen hat das Wort in der Politik schon seit Jahrzehnten nicht mehr, zumindest nicht in Deutschland.
In der Politik ist die traditionelle Verwendung des Wortes „Sparen“: Wir machen weniger Schulden als vorher, auch wenn wir vielleicht mehr Geld ausgeben. Ob so eine Einstellung wirklich als Sparen angesehen werden kann, darüber lässt sich lange streiten. Doch jetzt verrutscht das Wort noch weiter.
--> Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Denn nun will die Bundesregierung Subventionen abbauen, um zu sparen. Diesen Plan gibt es sowohl in der Union als auch in der SPD.
Was Experten sagen
Und über welche Subventionen redet man da genau? Subventionen streichen – Steuern erhöhen Finanzminister Klingbeil schwebt, so hört man, eine Abschaffung der Pendlerpauschale vor. Außerdem will er die Dienstwagenbesteuerung erhöhen, die angeblich privilegiert sei (was selbst Experten aus seinem eigenen wissenschaftlichen Beirat anders sehen).
Jedenfalls geht es beide Male darum, Steuerabzüge zu streichen. So kann man sparen nennen, was in Wahrheit eine Steuererhöhung ist. Bisher ist Klingbeil mit seinen Vorschlägen nicht durchgedrungen, darüber hat er sich jüngst öffentlich beschwert.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





