
Pergamonmuseum eröffnet 2027: Das endlose Provisorium
Pergamonmuseum eröffnet 2027 : Das endlose Provisorium Ein Kommentar von Andreas Kilb 05.05.2026, 06:55 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die Geschichte dieser Großbaustelle hat bald ein Ende: Der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Pergamonmuseum eröffnet 2027 : Das endlose Provisorium Ein Kommentar von Andreas Kilb 05. 2026, 06:55 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die Geschichte dieser Großbaustelle hat bald ein Ende: Der Pergamonaltar vor der Wiedereröffnung dpa Eine gute Nachricht: Der Pergamonaltar ist ab Juni nächsten Jahres wieder zu sehen.
Aber ein Teil des Museums, in dem er steht, bleibt bis 2037 geschlossen. Und ob die Museumsinsel jemals als Ganzes geöffnet sein wird, ist fraglich. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Mitteilung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz klang wie ein Märchen: „Pergamonmuseum: Wiedereröffnung am 4.
Die Einzelheiten
Der Pergamonaltar geöffnet – noch in diesem Jahr! Das konnte nur ein Wunder sein oder ein Versehen. Nur wenige Minuten später kam die Korrektur: Das Museum und der Altar sind erst im Juni kommenden Jahres für das Publikum wieder zugänglich.
Allerdings werden dann, wie lange bekannt, nur der Mittelteil und der Nordflügel des Hauses nach sechsjähriger Sanierung wieder zu besichtigen sein – also der Pergamonaltar mit dem angrenzenden Hellenistischen Saal sowie das neu eingerichtete Islamische Museum mit der prächtigen Mschatta-Fassade, die hier erstmals, wenn auch zum Teil durch Pfeiler verdeckt, in ihrer vollen Breite zu sehen sein wird. Was fehlt und viele Jahre lang fehlen wird, sind die beiden anderen Großschätze des vielleicht bedeutendsten Museums in Deutschland, das Ischtartor aus Babylon und das Markttor von Milet. Die Grundsanierung des Südflügels, in dem sie stehen, soll offiziell bis 2037 abgeschlossen sein, aber Fachleute vermuten, dass sie drei oder sogar fünf Jahre länger dauern könnte.
Denn mit Unwägbarkeiten ist auf der Museumsinsel jederzeit zu rechnen – und erst recht bei einem Projekt, das den Ehrgeiz hat, das gewaltige Bauwerk Alfred Messels auf Jahrzehnte hin zu sichern, wie es bei einer Vorbesichtigung vor zwei Jahren hieß. Auch Schinkels Altes Museum ist längst ein Sanierungsfall Und selbst wenn das Pergamonmuseum dann irgendwann schließlich fertig ist, wird das nicht das Ende der Bauarbeiten auf der Museumsinsel bedeuten. Das Alte Museum nämlich, der Schinkel-Bau, mit dem vor knapp zweihundert Jahren am Lustgarten gegenüber dem Berliner Schloss alles begann, ist schon lange sanierungsreif, denn es steht, wie fast alle Museumshäuser auf der Landzunge zwischen Spree und Kupfergraben, auf feuchtem und instabilem Grund, sein Westflügel neigt sich bedenklich und droht die Statik des Gebäudes zu gefährden.
Auch hier ist Eile geboten, wenn ein Unglück verhindert werden soll, und so dürften sich die Arbeiten am Pergamonmuseum und am Alten Museum wohl geraume Zeit überschneiden, was den Zugang zu den übrigen Häusern nicht leichter machen wird.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





