
Phänomenologie: Bahn, Baby!
Phänomenologie : Bahn, Baby! Von Elena Witzeck 02.05.2026, 09:38 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Kinderwagen, als Kofferkarre genutzt, beim Verlassen eines ICE. Picture Alliancee Man muss am Ende nicht...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Phänomenologie : Bahn, Baby! Von Elena Witzeck 02. 2026, 09:38 Lesezeit: 3 Min.
Bildbeschreibung ausklappen Kinderwagen, als Kofferkarre genutzt, beim Verlassen eines ICE. Picture Alliancee Man muss am Ende nicht unbedingt das Gefühl haben, Urlaub gemacht zu haben: Zugfahren mit Baby kann Folter, Paradies und Abenteuer sein, manchmal auch alles zusammen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es gibt wenig Möglichkeiten, lange Strecken mit kleinen Kindern zu überwinden, ohne sich selbst auf dem Weg zu verlieren.
Die Einzelheiten
Als meine Freunde Kinder bekamen, versuchten sie es, bepackten ihre Autos mit Sandförmchen und brachen nachts auf. Manche von ihnen kamen nie dort an, wo wir uns verabredet hatten, andere weigerten sich, es im nächsten Jahr noch einmal zu versuchen. Sie begannen zu meinem Entsetzen, in Bauernhöfen zu übernachten.
Ich kenne Leute, die mit ihren Kindern im eigenen Garten schlafen und dabei so tun, als hätten sie Urlaub. Als ich ein Kind bekam, glaubte ich wie jede Generation von Eltern vor mir, ich könnte die Weichen anders stellen. Im Zug fuhr ich mit dem Baby kurz nach seiner Geburt quer durchs Land, es schien unbeeinträchtigt.
Das stärkte mein Selbstvertrauen. Kinder und Radfahrer sind willkommen. Picture Alliancee In seinem ersten Jahr fuhr ich mit dem Baby ein paarmal nach Berlin, an die Ostsee und in die Uckermark.
Was Experten sagen
Es rollte sich jetzt über den DB-Teppichboden und aß seine Fusseln. In deutschen Zügen entscheidet man sich als Mensch mit Kind zwischen einem großen Familienabteil und der Enge eines Familienbereichs. Sitzt in diesen Kabinen niemand, ist es das Paradies.
Gerät man an die falschen Eltern, ist es akustische Folter. Auf dem Gang wiederum kann es, wenn das Baby nicht kooperiert, wovon auszugehen ist, unangenehm für die Selbstwahrnehmung werden. Es ist eine schweißtreibende Gratwanderung.
Einmal, als wir wieder nicht genug oder das falsche Spielzeug dabeihatten, überreichte mir eine Mutter mitfühlend ein buntes Objekt, das sich drehte und das Baby für sagenhafte zehn Minuten zur Ruhe brachte. Als ich das Spielzeug zurückgeben wollte, stellte ich fest, dass es überall mit Milchschleim benetzt war, auch an Stellen, wo eine Säuberung definitiv unmöglich war. --> Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





