
Pistorius in Kiew: Deutschland sucht in der Ukraine Verteidigungshilfe
Pistorius in Kiew : Deutschland sucht in der Ukraine Verteidigungshilfe Von Peter Carstens , Othmara Glas 11.05.2026, 13:21Lesezeit: 4 Min. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kommt am Montagmorgen auf dem...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Pistorius in Kiew : Deutschland sucht in der Ukraine Verteidigungshilfe Von Peter Carstens , Othmara Glas 11. 2026, 13:21Lesezeit: 4 Min. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kommt am Montagmorgen auf dem Hauptbahnhof in Kiew an.
dpaBoris Pistorius will von den Erfahrungen der Ukraine auf dem Gefechtsfeld profitieren. Und ein Reichweitenproblem der Bundeswehr lösen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will die Rüstungskooperation mit der Ukraine vertiefen.
Die Einzelheiten
Um diese Zusammenarbeit zu stärken, sei er nach Kiew gereist, sagte Pistorius bei seiner Ankunft am Montagmorgen in der ukrainischen Hauptstadt der Deutschen Presse-Agentur. „Deutschland und die Ukraine sind strategische Partner, die beide von der Kooperation profitieren. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Projekte“, sagte der Minister.
„Im Fokus steht die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Systeme in allen Reichweiten, gerade auch im Bereich Deep strike. So stärken wir die Sicherheit unserer Länder. “Als Deep strike wird die Fähigkeit bezeichnet, wichtige Ziele weit im Hinterland eines gegnerischen Landes zu zerstören.
Die europäischen NATO-Partner haben im Bereich der weitreichenden Waffen noch sogenannte Fähigkeitslücken. Pistorius hält es für nötig, diese schnellstmöglich zu schließen. Keine Tomahawks für DeutschlandFür die deutsche Verteidigungsfähigkeit hatte zudem die jüngste Wendung der amerikanischen Außenpolitik unter Präsident Donald Trump einen weiteren Rückschlag bedeutet: Washington verweigert nun die vom damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und dem damaligen Präsidenten Joe Biden ausgehandelte Interimspräsenz von amerikanischen Tomahawk-Mittelstreckenraketen in Deutschland.
Was Experten sagen
Damit bleibt eine lange bestehende, von früheren Bundesregierungen ignorierte Lücke bei Abschreckung und Verteidigung gegen Russland und dessen Mittelstreckenwaffen offen. Deutschland verfügt zwar mit dem Taurus-Marschflugkörper über eine weitreichende Waffe zur Bekämpfung selbst stark geschützter Ziele wie Bunker, Flugplätze oder Brücken. Doch dieser wird der Ukraine auch unter Bundeskanzler Merz (CDU) nicht geliefert.
Die deutsch-ukrainische Kooperation zur Entwicklung und Produktion von Drohnen großer Reichweite eröffnet Möglichkeiten der Kompensation. Es ist möglich, dass solche Drohnen in Zukunft effizienter eingesetzt werden können als der Taurus, der mit Kampfflugzeugen ins gegnerische Gebiet getragen werden muss, um dann Schläge in der räumlichen Tiefe eines Landes zu ermöglichen. Diese Flugzeuge, im deutschen Fall Eurofighter, sind von moderner Flugabwehr bedroht.
Im Verteidigungsministerium ist für den Bereich Rüstung Staatssekretär Jens Plötner verantwortlich, zuvor außenpolitischer Berater von Scholz. In Kiew sagte Pistorius, die Bundesregierung strebe weitere deutsch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen an. „Dabei profitieren wir von den Erfahrungen der Ukrainer auf dem Gefechtsfeld.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





