
Prozess gegen Drogenboss: Er versorgte ganz Marseille mit Rauschgift
Prozess gegen Drogenboss : Er versorgte ganz Marseille mit Rauschgift Von Michaela Wiegel, Paris 18.05.2026, 16:00Lesezeit: 2 Min. Der Chef der Yoda-Bande: Félix BinguiAFPDem Clanchef Félix Bingui wird in der Hafenstadt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Prozess gegen Drogenboss : Er versorgte ganz Marseille mit Rauschgift Von Michaela Wiegel, Paris 18. 2026, 16:00Lesezeit: 2 Min. Der Chef der Yoda-Bande: Félix BinguiAFPDem Clanchef Félix Bingui wird in der Hafenstadt unter hohen Sicherheitsvorkehrungen der Prozess gemacht.
Sie sind nicht nur der Fluchtgefahr geschuldet – sondern dienen auch seinem Schutz. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Unter beispiellosen Sicherheitsvorkehrungen hat am Montag in Marseille der Strafprozess gegen den mutmaßlichen Chef des sogenannten Yoda-Clans, Félix Bingui, begonnen. Der 35 Jahre alte Mann mit französischem und kamerunischem Pass muss sich wegen Rauschgifthandel, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche vor Gericht verantworten.
Die Einzelheiten
Jahrelang soll er in der Marseiller Siedlung La Paternelle den Rauschgiftverkauf für Leute aus der ganzen Stadt organisiert haben. Als die Ermittlungen 2021 begonnen, war Bingui der „unbestrittene Anführer“ eines äußerst lukrativen Netzwerks, heißt es in der Anklageschrift. Die Gewinne aus dem Drogengeschäft konnte die Polizei größtenteils zurückverfolgen.
Bingui hat sich in Dubai eine Luxusvilla mit Pool im Wert von etwa zwei Millionen Euro, eine zweite Villa im Wert von 900. 000 Euro und eine Wohnung gekauft. Zudem erwarb er Pizzerien und Geschäfte in Marseille.
Die Polizei filmte seit Mai 2022 den Erfolg der zentralen „Verkaufsstelle“, die in der Nähe einer Autobahnausfahrt im Norden von Marseille gelegen war. In der Anklageschrift heißt es, „etwa alle 30 Sekunden erschien ein Kunde an der Verkaufsstelle“. Diese sei „mit fast militärischer Disziplin“ überwacht und vor der Polizei geschützt worden.
Was Experten sagen
Auf einem Parkplatz wurden die wartenden Autos „abgefertigt“. Späher filterten den Zugang der Anwohner. Es wurden regelmäßig Holzpaletten geliefert, um nach Einbruch der Dunkelheit Feuer zu entzünden und den Umschlagplatz zu beleuchten.
Yoda-Chef Bingui soll zudem ein Team an Kurierfahrern und „Logistikmitarbeitern“ am Laufen gehalten haben. Der Chef mit dem Spitznamen „Die Katze“ („le chat“) kontrollierte von Marbella oder Dubai aus das Geschäft. Wenn er mal nach Marseille kam, stieg er in den besten Hotels der Stadt ab.
In Casablanca festgenommenDoch im März 2024 wurde der mit einem internationalen Haftbefehl gesuchte Bingui in Casablanca festgenommen und 2025 an Frankreich ausgeliefert. Er sitzt in einem Hochsicherheitstrakt ein, der eigens für Drogenkriminelle geschaffen wurde. Mit ihm sind 19 weitere Verdächtige angeklagt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





